Palfinger schafft leichten Gewinnanstieg

7. August 2014, 08:30
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Der Kranhersteller hat im ersten Halbjahr erwartungsgemäß eine deutliche Umsatzsteigerung hingelegt

Wien - Der börsenotierte Kranhersteller Palfinger hat im ersten Halbjahr 2014 erwartungsgemäß eine deutliche Umsatzsteigerung auf 540,1 Mio. Euro (+13,7 Prozent) erreicht. Das operative Ergebnis (EBIT) legte um 4,9 Prozent auf 41,0 Mio. Euro zu und blieb damit etwas unter den Erwartungen der von der APA befragten Analysten, die im Schnitt mit 8 Prozent mehr EBIT gerechnet hatten.

Das Konzernergebnis lag mit 24,6 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres von 24,7 Mio. Euro, wie Palfinger am Donnerstag mitteilte.

Für das zweite Halbjahr rechnet Palfinger mit einer "verhalten positiven" Entwicklung, es wird im laufenden Geschäftsjahr eine zweistellige Umsatzsteigerung erwartet.

Wachstumschancen in BRIC-Ländern

In den BRIC-Ländern, zu denen neben Russland Brasilien, Indien und China zählen, und im Geschäftssegment Marine sieht der Kranhersteller künftig die größten Wachstumschancen. Die Salzburger Firma hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Unternehmen in ihrem angestammten Geschäftsbereich übernommen, hier sei nun eine Sättigung erreicht.

Im Marine-Bereich (Kräne auf Schiffen) hält Vorstandschef Herbert Ortner eine Umsatzverdoppelung auf 300 Mio. Euro in den nächsten Jahren für realistisch. Im ersten Halbjahr 2014, deren Zahlen am Mittwoch in Wien präsentiert wurden, stieg der Gesamtumsatz deutlich um 14 Prozent auf 540 Mio. Euro. Die Steigerung kam je zur Hälfte durch Zukäufe (anorganisch) und aus eigener Kraft (organisch) zustande, führte Ortner aus.

Bis 2017 will Palfinger den Umsatz wie angekündigt auf 1,8 Mrd. Euro erhöhen. Heuer soll im Gesamtjahr die Milliarden-Umsatzgrenze geknackt werden.

Während sich europäische Länder wie Italien oder Portugal wieder erholen würden und die Nachfrage steige, werde das Umfeld in Russland und Südamerika instabiler. Nordamerika und China würden dafür überproportional wachsen, so der Palfinger-Chef. In Zukunft will das Unternehmen so aufgestellt sein, dass je ein Drittel des Umsatzes aus Europa, Asien und Amerika kommt.

In China soll nächstes Jahr der Break-even erreicht werden. In fünf Jahren soll China über 100 Mio. Euro zum Gesamtumsatz beitragen. Palfinger und der chinesische Baumaschinenhersteller Sany beteiligten sich wechselseitig aneinander mit 10 Prozent. Der Deal ist seit Mai endgültig unter Dach und Fach. (APA, 7.8.2014)

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