Kriegsverbrechen-Vorwürfe gegen syrische Rebellen

6. August 2014, 13:08
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Aufständische halten seit einem Jahr 54 Frauen und Kinder gefangen

Beirut - Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat die Freilassung von 54 Frauen und Kindern aus der Gewalt syrischer Aufständischer gefordert. Die Zivilisten seien vor einem Jahr bei einem Angriff von Rebellen in der syrischen Küstenprovinz Latakia als Geiseln genommen worden, teilte die in New York ansässige Organisation mit. Die Geiselnahme könne als Kriegsverbrechen gewertet werden.

Die 54 Geiseln, unter ihnen 34 Kinder, würden offenbar weiterhin festgehalten, um die Regierung in Damaskus zwingen zu können, sie gegen gefangene Rebellen auszutauschen, so HR am Mittwoch. Zivilisten dürften jedoch nicht als "Faustpfand" missbraucht werden. Sie müssten "sofort freigelassen" werden. Wer die Geiselnehmer seien, stehe nicht fest. An der Offensive in Latakia im August 2013 hätten 20 unterschiedliche Rebellengruppen teilgenommen.

Die in Großbritannien ansässige oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete unterdessen mindestens 16 Tote, darunter zwei Kinder, bei einem Angriff bewaffneter Islamisten auf die syrische Hauptstadt Damaskus am Mittwoch. Die Totenzahl könne sich noch erhöhen. Fast 80 Menschen seien verletzt worden, einige davon schwer. (APA, 6.8.2014)

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