Zehn Tipps für lange Autofahrten

6. August 2014, 14:17
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Wer müde am Steuer sitzt, gefährdet sich und andere - Ratschläge zur Unfallvermeidung

Nachweislich passieren fünf Prozent aller tödlichen Unfälle aufgrund von Übermüdung. Die Dunkelziffer dürfte jedoch wesentlich höher sein. Experten gehen davon aus, dass bis zu 30 Prozent aller tödlichen Verkehrsunfälle auf Übermüdung zurückzuführen sind.

Wer lange Strecken mit dem Auto zurücklegt, muss bewusst darauf achten, konzentriert zu bleiben. Zwar verbrennt man bereits bei einer einstündigen Autofahrt im Schnitt nur 150 Kalorien, was im Vergleich zum Joggen (600-700 Kalorien) wenig erscheint. Wer aber vier Stunden am Stück Auto gefahren ist, weiß, dass es sich wie ein Marathon anfühlen kann. 17 Stunden ohne Schlaf entsprechen hinsichtlich Aufmerksamkeit, Konzentration und Reaktionsfähigkeit einer vergleichbaren Alkoholkonzentration von 0,5 Promille im Blut.

Zur Vermeidung von Unfällten geben ÖAMTC Fahrtechnik und die Versicherung Uniqa Tipps für lange Autofahrten.

  • Ausgeschlafen ans Steuer. Acht Stunden sind optimal.

  • Zu "Wachzeiten" fahren, also nicht mitten in der Nacht.

  • Im Auto aufrecht sitzen. Die richtige Sitzposition erleichtert die notwendige Rundumsicht im Straßenverkehr und ist ein wesentlicher Sicherheitsfaktor.

  • Übungen während der Fahrt, zum Beispiel den Kopf in die Länge Richtung Fahrzeugdach strecken. Das entlastet die Wirbelsäule. Oder den Kopf gegen die richtig eingestellte Kopfstütze drücken.

  • Pausen machen alle zwei Stunden für etwa 15 Minuten. Dabei sollte man sich bewegen!

  • Leichtes Essen, ausreichend trinken. Vorsicht: Kaffee und Energydrinks putschen nur kurzfristig auf, sie verbessern aber nicht die Reaktionszeit.

  • Eine vorausschauende und defensive Fahrweise (Abstand halten) reduziert Stress und erhöht die Verkehrssicherheit.

  • Immer genügend Zeit einplanen.

  • Powernaps machen. Wer merkt, dass er müde wird, sollte ein Nickerchen einlegen. 20 bis 30 Minuten Schlaf sind für eine kurze Erholung ausreichend.

  • Notstopp. Wichtig ist es, schon die ersten Anzeichen von Müdigkeit ernst zu nehmen: Gähnen, Blendempflindlichkeit, brennende Augenlider, häufiges Augenzwinkern, Verspannungen der Schulter- und Rückenmuskulatur und leichte Kopfschmerzen sind Warnsignale des Körpers. Wer müde ist, sollte nicht mehr weiterfahren. (red, derStandard.at, 6.8.2014)
  • Übermüdet sollte man nicht hinters Steuer. Wenn die Power fehlt, kann ein Nap helfen.
    foto: istockphoto.com/tomwang112

    Übermüdet sollte man nicht hinters Steuer. Wenn die Power fehlt, kann ein Nap helfen.

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