Sky Deutschland legt um 82.000 Abonnenten zu

6. August 2014, 10:58
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Bezahlsender arbeitet sich mit 3,8 Millionen Kunden in Richtung Gewinnzone

Unterföhring - Sky Deutschland hat im zweiten Quartal erneut kräftig neue Kundschaft geworben. Die Zahl der Abonnenten wuchs zwischen April und Juni unter dem Strich um 82.000 auf nun gut 3,8 Millionen zahlende Nutzer. Das trieb auch den Umsatz des zum Medienreich von Rupert Murdoch gehörenden Bezahlsenders. Die Erlöse kletterten um 14 Prozent auf 428 Mio. Euro.

Zumindest vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen schaffte der seit Jahren defizitäre Sender auch wieder den Sprung in die schwarzen Zahlen: dort steht ein Ergebnis von 45 Mio. Euro, das fast um ein Viertel höher liegt als vor einem Jahr. Unter dem Strich reichte es aber wieder nicht: Dort steht ein Verlust von 2,5 Mio. Euro nach gut einer Million Euro im Vorjahr.

Kundenzahl soll weiter steigen

Wann auch unter dem Strich der Sprung in die schwarzen Zahlen klappen wird, wollte Konzernchef Brian Sullivan noch nicht verraten. Der Manager geht aber weiter davon aus, dass die Kundenzahl auch künftig weiter deutlich wachsen wird und damit auch die Einnahmen. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll ebenfalls kräftig zulegen.

Das zweite Quartal war für den Sender allerdings auch schon gleich das letztes des Geschäftsjahrs. Sky Deutschland stellte jüngst die Bilanzierung um, künftig ist nicht mehr das Kalenderjahr für den Konzern maßgeblich. Das Geschäftsjahr beginnt nun im Juli. Derzeit läuft also bereits das erste Quartal des neuen Jahres.

Für dieses Geschäftsjahr 2014/15 will Sky die Marke von 4 Millionen Kunden knacken, vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll der Gewinn zwischen 80 und 100 Mio. Euro liegen. Rechnet man die vergangenen Quartale zum Geschäftsjahr 2013/14 zusammen, hätte zuvor rechnerisch ein Wert von 29 Mio. Euro in den Büchern gestanden. (APA, 6.8.2014)

Nachlese

Abruf-TV: "Wenn die Flut kommt, heben sich alle Boote" - Netflix-Start kann Sky "nur recht sein", sagt Sky-Manager Euan Smith. Was der Gebührensender ORF mit dem Bezahlportal Flimmit anstellt, will er sich "ansehen"

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