Maximilian Krauss und der Beleg für die "Ausländerklassen"

6. August 2014, 14:10
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Der FPÖ-Kandidat für das Amt des Vize im Wiener Stadtschulrat wirft dem STANDARD im "Krone"-Interview "Umformulierung" vor - hier das Originalzitat

Maximilian Krauss, jener blaue Bezirksobmann, der von der FPÖ als Vize-Stadtschulratspräsident nominiert wurde, ist ins Kreuzfeuer der Kritik geraten, unter anderem weil er im August 2013 im STANDARD-Interview "Ausländerklassen" forderte. Im Interview mit der "Kronen Zeitung" erklärte er kürzlich jedoch:

"Ich habe von Klassen für Schüler gesprochen, die die deutsche Sprache noch nicht wirklich gut genug beherrschen, um dem Regelunterricht folgen zu können. 'Der Standard' hat sie für mich in 'Ausländerklassen' umformuliert."

Unten stehend der Mitschnitt, in dem Krauss "Ausländerklassen" fordert und dies auf Nachfrage auch bekräftigt.

burgstaller

Auszug aus dem Interview vom August 2013:

derStandard.at: Was schwebt Ihnen bei der "Migrantenobergrenze" vor?

Krauss: Eine Migrantengrenze ist hauptsächlich in den urbanen Zentren nötig. Viele Klassen haben Ausländeranteile von 80, 90 Prozent. In so manchen Bezirken in Wien gibt es kaum eine Klasse, in der mehr als die Hälfte der Schüler Österreicher sind. Die Ausländergrenze in Schulklassen darf maximal bei 30 Prozent liegen. Wenn das nicht machbar ist, müssen eigene Ausländerklassen eingerichtet werden.

derStandard.at: Was sind "Ausländerklassen"?

Krauss: Das sind solche Klassen, in denen nur Leute mit Migrationshintergrund drinnen sind, die nicht ausreichend Deutsch können, um dem Unterricht zu folgen. (Katrin Burgstaller, derStandard.at, 6.8.2014)

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