Fünf Mitarbeiter von Hilfsorganisationen im Südsudan getötet

6. August 2014, 06:24
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UNO wirft Milizen ethnisch motivierte Morde vor und warnte vor "äußerst negativen Folgen"

Juba - Im Südsudan haben örtliche Milizen am Dienstag fünf Mitarbeiter von Hilfsorganisationen getötet. Zwei Opfer seien in der Stadt Bunj ermordet worden, während drei weitere bei der Rückkehr in den Hauptort des Bezirks Maban in einen Hinterhalt geraten und getötet worden seien, teilte die UNO-Mission im Südsudan (MINUSS) mit. Ein weiterer Mitarbeiter wurde in Bunj vermisst und galt ebenfalls als tot.

Von Kämpfern getötet

Die UNO-Mission sprach von "ethnisch motivierten Morden" und warnte vor "äußerst negativen Folgen" für die Hilfsbemühungen. Laut der UNO-Mission wurden die Mitarbeiter von Kämpfern der Verteidigungskräfte Mabans getötet, einer örtlichen Miliz, die sich damit offenbar an der ethnischen Gruppe der Nuer rächen wollte, nachdem Nuer-Soldaten ihnen kürzlich bei Gefechten Verluste zugefügt hatten. Die MINUSS machte keine Angaben zu den betroffenen Hilfsorganisationen, doch am Montag war ein Mitarbeiter von Norwegian People's Aid in Bunj getötet worden.

Die MINUSS schickte Blauhelmtruppen nach Bunj, um den Schutz der Hilfsorganisationen vor Ort zu verstärken, die sich dort um 127.000 Flüchtlinge kümmern. Nach Angaben der UN-Mission flohen tausende Menschen vor der Gewalt in das Flüchtlingslager Doro, in dem Menschen leben, die vor den Kämpfen im benachbarten Sudan geflohen sind.

Im Südsudan herrscht ein blutiger Bürgerkrieg, seitdem Mitte Dezember ein Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und seinem langjährigen Rivalen Riek Machar eskalierte. (APA, 6.8.2014)

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