"Reporter ohne Grenzen" kritisiert Journalistenverfolgung in Myanmar

5. August 2014, 15:33
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Klima für Medienvertreter "wird wieder gefährlich" - Mehrer Verhaftungen in den letzten Monaten

Rangun - Im südostasiatischen Myanmar könne von freien Medien keine Rede sein, schreibt die internationale Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG) in einer Aussendung vom Dienstag. ROG weist daraufhin, dass der Präsident Myanmars, Thein Sein, am 7. Juli in einer Rede davor gewarnt habe, "die Pressefreiheit auszunutzen und die nationale Sicherheit zu bedrohen, statt der Nation zu helfen".

In den letzten Monaten seien rund zehn Journalisten hinter Gittern gebracht worden, so ROG. Die betroffenen Herausgeber, Redakteure und Reporter hatten eine neue Regierung unter der Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi gefordert. Die Regierung Myanmars berufe sich auf ein Anti-Dissidenten-Gesetz aus Zeiten der jahrzehntelangen Militärdiktatur.

Nach der im Jahr 2011 eingeläuteten Phase der Öffnung und Entspannung in Myanmar gehe das Regime seit einigen Wochen wieder verstärkt gegen kritische Medien vor, kritisiert das Journalisten-Netzwerk. "Das Klima für Journalisten wird wieder gefährlich", sagte die ROG-Österreich-Präsidentin Rubina Möhring. (APA, 05.08.2014)

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