Venom F5: Wenn Bugatti-Besitzer weinen

Ansichtssache6. August 2014, 17:22
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Klingt nach Weinbrand, entflammt aber definitiv Hinterräder: Der Hennessey Venom F5 möchte der superste unter den Supersportlern sein

foto: hennessey

Schwere Zeiten für Besitzer eines Bugatti Veyron Super Sport: Sie geraten ab sofort in den Geruch der Untermotorisierung. Neuer Dominator - so es um den Höchstgeschwindigkeits-Weltrekord für Serienfahrzeuge geht - könnte schon bald die aktuelle Schöpfung des US-amerikanischen Radikal-Tuners Hennessey sein, der Venom F5. Dem werden nicht weniger als 1.419 PS nachgesagt, was nach Angaben des Kleinserien-Herstellers für einen Top-Speed von 467 km/h gut sein soll. Der Rekordhalter Bugatti Veyron wirkt dagegen mit seinen offiziell gemessenen 431,1 km/h nachgerade handzahm.

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foto: hennessey

Noch steht der Praxistest für den Venom F5 aus. Dass die Texaner prinzipiell die Befähigung haben, einen Weltschnellsten aufzustellen, wurde bereits mit dem Venom GT (Bild) bewiesen. Der angezündete Lotus Exige stach den Ober-Bugatti bei einem Weltrekordversuch mit 435,31 km/h aus. Doch die Verantwortlichen von Guinness Book of Records verweigerten die Anerkennung - das Reglement schreibt für die Messung eine Hin- sowie eine Retourfahrt innerhalb einer bestimmten Zeit vor. Der GT fuhr die Strecke jedoch nur in eine Richtung.

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foto: hennessey

Gegenüber dem GT hat der F5 einige Optimierungen mit auf den Weg bekommen: Zwar ist den Endzweck-Flunder etwas schwerer geraten (jetzt knapp unter 1300 kg), doch ein aufgedopter 7-Liter-Twinturbo-V8 (plus 150 PS) und eine verbesserte Aerodynamik (cW-Wert 0,40 statt 0,44) sollten den Speed-Job im Sinne von Hennessey regeln. Etwas Gossip für den Stammtisch: der F5 ist nicht nach einer Funktionstaste auf der Computer-Tastatur, sondern nach der Klassifikation für einen sehr, sehr intensiven Tornado benannt.

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Interessenten dürfen sich über eine neue Vollcarbon-Karosserie, ein überarbeitetes Chassis, eine mit dem GPS vernetzte Traktionskontrolle sowie eine Automatik-Alternative freuen. Hennessey peilt eine Gesamtproduktion von 30 Stück an, ab 2016 wird ausgeliefert. Eine genaue Preisangabe steht noch aus, der GT (ab ca. 900.000 Euro inklusive Steuern) bietet einen Anhaltspunkt. Apropos GT: Vom F5-Vorgänger sind noch 13 Stück zu haben, vielleicht gibt's bei Hennessey ja ein schönes Eintausch-Angebot für Ihren Gebrauchten. (sts, derStandard.at, 6.8.2014)

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Hennessey Performance

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