Levantinische Tomaten und Paprika – gefüllt mit Reis und Sojagranulat

Blog5. August 2014, 13:44
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365vegan tischt diesmal ein sommerliches Rezept auf

Vergangenes Wochenende wurde ich von Gastblogger Epicuro zu einem veganen Essen eingeladen. Er bekocht bei gewissen Anlässen und der Saison entsprechend seine Freunde und Freundinnen mit einem Rezept aus dem levantinischen Raum. Als Eigenkreation, angelehnt an griechische Piperies und ähnliche türkische Gerichte, entstand im Laufe der Jahre ein g'schmackig-sommerliches Rezept, das man sowohl mit Fleisch, aber auch genauso wohlschmeckend vegan zubereiten kann. Ich, Calla, fühlte mich jedenfalls kulinarisch an die östliche Mittelmeerküste versetzt.

Epicuro ist übrigens gewöhnlich eigentlich Omnivore, der seit mehr als dreißig Jahren mit Begeisterung kocht. Dabei ist er immer wieder Veganerinnen (ohne Binnen-I) begegnet und hat vor allem in der letzten Zeit auch die Vielfalt der veganen Küche kennen und schätzen gelernt.

Weil mir sein Rezept sehr gut geschmeckt hat, möchte ich es gerne weitergeben. Alle Zutaten sind in jedem gut sortierten Supermarkt erhältlich:

foto: calla

Für 4 Portionen:

  • 125 g Sojagranulat
  • 250 g Basmatireis
  • 4 Würfel oder Löffel Gemüsesuppengranulat
  • 1 große Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 EL Tomatenmark
  • Meeressalz
  • Je 1 gestrichener Teelöffel getrocknetes Basilikum, Oregano, Thymian, Cayennepfeffer oder scharfer Paprika
  • 2 große Lorbeerblätter
  • Je eine Messerspitze gemahlener Zimt, Koriander und geriebene Muskatnuss
  • Je 4 große Tomaten und mittelgroße grüne Paprika
  • Olivenöl extra vergine zum Verfeinern und Rapsöl zum Anrösten

Zur Vorbereitung die Gewürze und den Knoblauch sowie die Lorbeerblätter in gut 4 EL Olivenöl ziehen lassen. Das Sojagranulat in ca. einem halben Liter heißer Gemüsesuppe (2 Würfel) für rund zehn Minuten quellen lassen, die Zwiebel fein würfelig schneiden und in einer großen Pfanne mit zwei EL Rapsöl goldbraun anschwitzen. Den Basmatireis in kochender Gemüsesuppe mit einem Schuss Cayennepfeffer aufquellen lassen und anschließend auf kleiner Flamme kochen, bis er bissfest ist und die pikante Flüssigkeit aufgesogen hat.

Anschließend das gequollene Sojagranulat kurz mit den gerösteten Zwiebeln und dem Tomatenmark anbraten und die Öl-Gewürz-Mischung unterrühren. Den bissfesten Reis mit dem Granulat vermischen und einige Minuten in der Pfanne unter öfterem Umrühren und Wenden köcheln lassen, abschmecken und nach Bedarf nachwürzen.

Auf kleinster Flamme warmstellen und mittlerweile das Rohr auf 180 Grad vorheizen. Deckel von Paprika und Tomaten abschneiden, die Paprika entkernen und die Tomaten vorsichtig mit einem Teelöffel aushöhlen. Das Tomatenfruchtfleisch anschließen fein hacken oder pürieren und der Soja-Reis-Masse unterrühren.

Den Boden einer Kasserolle mit Olivenöl einfetten, einen kleinen Teil der Soja-Reis-Masse am Boden aufschichten und das ausgehöhlte Gemüse mit dem Rest befüllen. Die Deckel aufsetzen und wiederum mit Olivenöl bepinseln und für eine gute Dreiviertelstunde im Rohr auf mittlerem Rost garen lassen. Regelmäßig mit Öl nachpinseln. Wenn sich die Haut von Paprika und Tomaten leicht bräunt und der übrige Reis knusprig wird, Kasserolle aus dem Rohr nehmen, auf Tellern anrichten und eventuell noch mit einem Schuss Olivenöl, Cayennepfeffer und einigen Blättern frischem Oregano servieren. (Calla, derStandard.at, 5.8.2014)

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