Google: Gmail-Scanner erkennt Kinderpornografie

5. August 2014, 10:54
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US-Amerikaner war von Google den Behörden gemeldet worden

Der Bericht über einen Texaner, der aufgrund eines kinderpornografischen Fotos von Google bei der National Center for Missing and Exploited Children (NCMEC) gemeldet worden war, hat hohe Wellen geschlagen. Das Foto war über Gmail verschickt worden. Das Unternehmen erklärt nun, wie das Foto entdeckt wurde.

Kritik an gescannten Mails

Google scannt die Inhalte von Gmail, um etwa personalisierte Anzeigen zu schalten. Nutzer können das in den Anzeigeneinstellungen deaktivieren. Der Bericht hatte Kritik nach sich gezogen, dass das Unternehmen die Inhalte der E-Mails seiner Nutzer noch umfangreicher unter die Lupe nehmen könnte und illegale Aktivitäten von sich aus an Behörden weiterleitet. Das ist jedoch nur eingeschränkt der Fall.

Verpflichtet

Ein Google-Sprecher sagte zur Nachrichtenagentur AFP, dass sich alle Internet-Unternehmen mit Kindesmissbrauch auseinandersetzen müssten. "Das ist der Grund, wieso Google aktiv illegales Bildmaterial aus unseren Services entfernt - inklusive die Suche und Gmail - und Missbrauchsfälle sofort dem NCMEC meldet." Internet Service Provider seien von Gesetzes her dazu verpflichtet.

Bekannte Fotos werden erkannt

Jedes bekannte Foto mit Kinderpornografie habe einen einzigartigen, digitalen Fingerabdruck, der es Google und anderen Unternehmen ermögliche solche Fotos zu identifizieren, so der Sprecher. Den Aufbau einer solchen Datenbank hatte das Unternehmen vor etwa einem Jahr bekannt gegeben.

Nur gegen Kinderpornografie

Diese Technologie werde allerdings ausschließlich zum Aufspüren von Kinderpornografie eingesetzt. Andere Inhalte, die auf kriminelle Machenschaften hinweisen, könnten damit nicht entdeckt werden. Etwa, wenn jemand per E-Mail einen Überfall plane. (br, derStandard.at, 5.8.2014)

  • Google scannt nach Kinderpornografie.
    foto: reuters/francois lenoir

    Google scannt nach Kinderpornografie.

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