Werbewirtschaft entwickelte sich im zweiten Quartal positiv

4. August 2014, 14:23
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Verbesserung bei der Geschäftslageentwicklung - 34 Prozent der befragten Unternehmen erwarten steigende Nachfrage

Wien - Die heimische Werbewirtschaft hat sich im zweiten Quartal positiv entwickelt. Der WIFO-Werbeklimaindex stieg auf plus 28 Punkte von zuvor plus 23 Punkten im ersten Quartal. Insbesondere bei der Geschäftslageentwicklung habe es eine Verbesserung gegeben, kommentierte Wifo-Werbeexperte Gerhard Schwarz die aktuellen Zahlen.

Die Wirtschaftskammer sieht die aktuelle Geschäftsentwicklung der Werbewirtschaft nicht nur positiv: "Bürokratische Hürden sowie die steigende Belastung durch Steuern und Abgaben bremsen eine dynamischere Entwicklung der österreichischen Werbe- und Kommunikationswirtschaft aus", so Angelika Sery-Froschauer, Obfrau des Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) am Montag in einer Aussendung. Die heimische Kommunikationsbranche sei insgesamt im ersten Halbjahr 2014 auf einen vorerst flachen Wachstumspfad zurückgekehrt.

Ausblick

Sery-Froschauer erwartet auf Basis des WIFO-Werbeklimaindexes, dass die österreichische Werbewirtschaft in den nächsten Quartalen zu etwas höheren Wachstumsraten zurückkehren werde, weil auch die Gesamtwirtschaft in Österreich wieder leicht anziehe. Vor allem die Indikatoren Auftragseingänge und Auftragsbestände würden sich günstig entwickeln.

Das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) erhebt den WIFO-Werbeklimaindex viermal jährlich im Rahmen des WIFO-Konjunkturtests. Die aktuellen Daten wurden im Juli 2014 bei 97 Unternehmen mit 1.933 Beschäftigten erhoben. Die Werte des Werbeklimaindexes sind Salden aus dem Anteil positiver und negativer Umfragewerte.

Der Index der aktuellen Lagebeurteilungen - eine Komponente des WIFO-Werbeklimaindex - ist mit plus 40 Punkten weiterhin deutlich im positiven Bereich. 34 Prozent der befragten Unternehmer gehen von einer steigenden Nachfrage aus, fünf Prozent erwarten einen Rückgang. Die Werbewirtschaft rechnet aufgrund des erwarteten Auftragsplus damit, in den nächsten Monaten zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen. (APA, 4.8.2014)

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