Kindergarten: Karmasin wirbt um mehr männliche Pädagogen

4. August 2014, 13:13
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Nur 0,8 Prozent männliche Kindergartenpädagogen - Höheres Einstiegsgehalt gefordert

Wien - Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) und Salzburgs Familien-Landesrätin Martina Berthold (Grüne) sind sich einig: In Zukunft sollen mehr Männer den Beruf des Kindergartenpädagogen ausüben - österreichweit liegt die Quote bei 0,8 Prozent. Von den 305 Mio. Euro, die der Bund für den Ausbau der Kinderbetreuung locker macht, soll auch Geld in die Bewerbung dieses Berufs für Männer fließen.

"Es gibt noch vieles zu tun", sagte Karmasin zum Thema "Männer in den Kindergärten" am Montag bei einer Pressekonferenz in Salzburg. "Für die Buben und Mädchen in den Kindergärten bedeuten gemischtgeschlechtliche Bezugspersonen eine besondere Qualität", erklärte die Familienministerin, "wir fördern Kampagnen zur Bewerbung dieses Berufsfeldes für Männer".

Landesrätin fordert höheres Einstiegsgehalt

In Salzburg sind rund zwei Prozent der Kindergartenpädagogen und Kindergartenhelfer männlich. Laut Berthold arbeiten in diesem Beruf 59 Männer und 2.766 Frauen. Einer der qualitativen Schwerpunkte - dem Land Salzburg stehen für den qualitativen und quantitativen Ausbau der Kinderbetreuung knapp 20 Mio. Euro an Bundesmitteln von 2014 bis 2017 zur Verfügung - seien nicht nur die Sprach- und Begabtenförderung, sondern auch die Aufnahme von mehr Männern in den Kindergärten. "Wir haben eine Arbeitsgruppe initiiert. Männer, die in der Kinderbetreuung arbeiten, sollen uns sagen, wo wir ansetzen können."

Eine Möglichkeit für Männer, in den Beruf des Kindergartenpädagogen hineinzuschnuppern, ist der Zivildienst. In Salzburg ergreifen diese Option nur wenige Männer, derzeit sind es zwei oder drei, erklärte Berthold. Um den Beruf des Kindergartenpädagogen sowohl für Männer als auch für Frauen schmackhafter zu machen, setzt sich die Landesrätin auch für ein höheres Anfangsgehalt ein. Das Gehaltsschema soll dann im Laufe der Berufsjahre in abgeflachter Form erfolgen, die Gehaltssituation soll an jene von Volks- und Hauptschullehrer angepasst werden, sagte Berthold. (APA, 4.8.2014)

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