Warum Hunde so gern am Anus ihrer Artgenossen schnuppern

8. August 2014, 18:33
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Wissenschaftsvideos, wie sie sein sollen: Die American Chemical Society informiert über Chemie im Alltag - Prädikat: süchtig machend

Eine der etwas unappetitlichen Gewohnheiten vom besten Freund des Menschen ist es, bei Begegnungen mit Artgenossen die Schnauze möglichst dicht an dessen Hinterteil zu halten. Aber was erschnuppern Hunde da eigentlich? Höchst kurzweilige und erstaunliche Antworten gibt die American Chemical Society in 3 Minuten und 33 Sekunden auf ihrem youtube-Kanal "reactions".

Die Sache ist nämlich doch etwas komplizierter als man womöglich annehmen würde. Zum ersten muss man wissen, dass Hunde wie Bären oder Otter eine sogenannte Analdrüse besitzen. Und die dient unter anderem dazu, das sogenannte "Analgesicht" zu zeigen, also einen individuellen Duft anzuzeigen, der wiederum der gegenseitigen Identifizierung gilt. Neben vielen weiteren Informationen werden über die Analdrüse auch Pheronome abgesondert, um Paarungsbereitschaft anzuzeigen.

Hunde sind aber nicht nur hinten anatomisch-olfaktorisch kommunikativer ausgestattet als wir Menschen, sondern auch vorne: Sie besitzen mit dem Jacobson-Organ noch einen weiteren Duftkanal - zusätzlich zur Nase, die der unseren ohnehin schon um das zumindest Zehntausendfache überlegen ist. Aber was schreiben wir da schon fast drei Absätze lang, sehen Sie doch einfach selbst:

reactions
Video: Youtube

Die American Chemical Society produziert seit ein paar Monaten jede Woche einen kurzweiligen und informativen Clip. Zuletzt etwa: die Wissenschaft von Koffein, der beliebtesten Droge der Welt. Oder, passend zur Jahrezeit: die chemischen und physikalischen Geheimnisse von Speiseeis.

--> Youtube-Kanal der American Chemical Society

(tasch, derStandard.at, 8.8.2014)

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