Ex-Deutsche-Telekom-Chef Obermann bekommt Millionen von Ziggo

3. August 2014, 17:06
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Nach Ziggo-Übernahme durch US-Konzern Liberty Global muss Obermann seinen Chefposten verlassen

Der ehemalige Chef der Deutschen Telekom, Rene Obermann, fällt nach der Übernahme seines jetzigen Arbeitgebers Ziggo weich. Ihm stehen 3,95 Mio. Euro in Bar plus Aktien im Wert von rund 1,8 Mio. Euro zu, wenn der Kauf des niederländischen Kabelnetzbetreibers durch den US-Konzern Liberty Global fixiert ist. Obermann werde seinen Chefposten dann verlassen, hatten die Firmen mitgeteilt.

Die Summen gehen aus einer Börsenmitteilung von Liberty Global vom 24. Juli hervor, die die "Bild am Sonntag" am Wochenende aufgegriffen hatte. Schon bei der Verkündung der Übernahme im Jänner hatte die "Rheinische Post" unter Berufung auf Unternehmenskreise von Ziggo auf eine Zahlung in Millionenhöhe hingewiesen. Ziggo selbst hatte Obermanns Gehaltsdetails samt der Abfindungsregelung schon bei der Anstellung bekannt gegeben.

Vier Millionen Euro plus Aktien

Laut der Börsenmitteilung schlüsselt sich die Zahlung wie folgt auf: Eine Abfindung von 750.000 Euro, ein Jahresbonus von 750.000 Euro sowie das Antrittsgeld von 2,45 Mio. Euro, weil Obermann bei der Telekom auf Ansprüche verzichtet habe. Hinzu kämen 52.480 Aktien, die Obermann im Rahmen seines Bonusplans zustünden. Das Kaufangebot für Ziggo ging keine vier Wochen nach dem Amtsantritt von Obermann ein. Abfindungen für Topmanager sind in einem solchen Fall üblich.

Weil Obermann kurz nach seinem Abschied bei der Telekom bereits den neuen Job angetreten hatte, habe das Bonner Unternehmen eine ursprünglich vereinbarte Karenzentschädigung nicht ausgezahlt, bestätigte ein Telekom-Sprecher. Ursprünglich sei eine Summe von 1,45 Mio. Euro vorgesehen gewesen. (APA, 03.08.2014)

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