US-Banken planen Einstieg bei Messaging-Dienst Perzo

3. August 2014, 13:56
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Laut Kreisen - soll Alternative zu Bloomberg schaffen

Die Banken an der Wall Street, angeführt von Goldman Sachs, wollen sich an dem jungen Chat- und Messaging-Unternehmen Perzo beteiligen, um eine Alternative zur ähnlichen Anwendung von Bloomberg zu schaffen, wie aus Kreisen verlautete, die mit den Plänen von Goldman vertraut sind.

Hintergrund sind den Informationen zufolge die Bemühungen der Banken zur Reduzierung der Kosten. Bloomberg dominiert seit Jahren die Messaging-Anwendung an der Wall Street. Das Programm ist aber ein geschlossenes System und Bestandteil der Nachrichten-, Daten- und Handelsterminals von Bloomberg, die im Jahr rund 20.000 Dollar kosten. Die Anwendungen von Perzo sind gratis.

Thomson Reuters mit eigenem System

Auch Bloomberg-Konkurrent Thomson Reuters bietet den Kunden ein Chatsystem, das mehr als 200.000 angemeldete Nutzer hat. Bei Bloomberg sind es 320.000. Thomson Reuters arbeitete zudem mit dem Datenanbieter Markit und Banken wie Goldman Sachs zusammen, um ein offenes Messaging-Netz zu schaffen.

Den Informationen zufolge planen nun mehrere Banken eine Investitionen in Perzo, darunter Morgan Stanley, JPMorgan Chase & Co, Bank of America, Deutsche Bank, HSBC Holdings, BlackRock und der Hedge-Fonds Maverick Capital. Die Institute äußerten sich nicht dazu oder lehnten eine Stellungnahme ab.

Start-up

Perzo ist ein Startup-Unternehmen in Palo Alto, Kalifornien. Gründer David Gurle lehnte eine Stellungnahme ebenfalls ab. Im Unterschied zu Bloombergs Messenger ist Perzos Anwendung ein offenes System, das die Kunden in ihr System integrieren und für eigene Bedürfnisse anpassen können. Bloomberg-Kunden müssen für den Messenger den ganzen Terminal kaufen. (APA, 03.08.2014)

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