FIFA denkt über vierten Wechselspieler nach 

3. August 2014, 12:04
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FIFA-Medizinchef für vierten Wechsel im Fall einer Verlängerung - Belastungen über 120 Minuten nicht mehr zumutbar

Frankfurt am Main - Auch wegen des Knockouts des Deutschen Christoph Kramer im WM-Finale wird bei der FIFA die Einführung eines vierten Einwechselspielers diskutiert. "Ich persönlich bin der Meinung, dass ein vierter Spielerwechsel im Falle einer Verlängerung erlaubt werden sollte", sagte der Belgier Michel D'Hooghe, Mitglied des Exekutivkomitees und Medizinchef des Fußball-Weltverbandes der "Welt am Sonntag".

Auch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach sprach sich in der Zeitung als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) dafür aus. "Ich bin gerade nach den Erfahrungen der WM für eine solche Regelung", sagt Niersbach: "Das Turnier in Brasilien mit den extremen klimatischen Bedingungen hat gezeigt, dass es in der Verlängerung an die Grenzen der Belastung gehen kann."

Die Technical Study Group (TSG) der FIFA hatte schon während der WM entsprechende Überlegungen bestätigt. "Eine vierte Auswechslung wird unter Experten schon länger diskutiert", hatte TSG-Mitglied Gerard Houllier gesagt. Fünf der acht Achtelfinalspiele waren über 120 Minuten gegangen, viele Spieler hatten mit Krämpfen zu kämpfen.

Entschieden wird eine mögliche Änderung von den Regelhütern des International Football Association Board (IFAB). Dieses Gremium, das sich aus vier FIFA-Mitgliedern sowie je einem Vertreter der Verbände Englands, Schottlands, Wales' und Nordirlands zusammensetzt, trifft sich einmal im Jahr. (APA/sid, 3.8.2014)

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