Britischer Geheimdienst bietet Zertifikat für Uni-Lehrgänge an

3. August 2014, 11:05
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Cyber Security-Lehrplan an fünf Universitäten bereits vom GCHQ abgesegnet

Nicht nur der US-Geheimdienst NSA, auch sein britisches Gegenstück GCHQ (Government Communications Headquarter) geriet mit der Aufdeckung mehrerer Überwachungsprogramme durch Edward Snowden in öffentliche Kritik. Laut dem Whistleblower verfügen die Mitarbeiter dort über weitreichende Befugnisse, werden bei ihrer Ausübung aber nur unzureichend kontrolliert.

Zertifizierung

Nun unterstützt der GCHQ britische Universitäten und bietet Zertifizierung für ihre Cyber Security-Studiengänge an, schreibt die BBC. Die Unis können ihre Programme einreichen und von den wohl bestausgebildetsten Spionen des Landes absegnen lassen. Das Angebot ist Teil der 2011 beschlossenen, nationalen Cyber Security-Strategie.

Oxford, Edinburgh, Napier, Lancaster und das Royal Holloway College der University of London erfüllen die Standards bereits und bieten entsprechende Master-Lehrgänge an.

Regierung verteidigt Geheimdienst

Politische Konsequenzen für den Geheimdienst sind im Zuge der Enthüllungen bisher weitestgehend ausgeblieben. Die Regierung um Premier David Cameron hat sich bislang stets vor den GCHQ gestellt. (gpi, derStandard.at, 03.08.2014)

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BBC

  • Ein (mittlerweile überspraytes) Werk des Graffiti-Künstlers Banksy nahe der GCHQ-Zentrale.
    foto: reuters

    Ein (mittlerweile überspraytes) Werk des Graffiti-Künstlers Banksy nahe der GCHQ-Zentrale.

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