Bolt tanzt im Hampden Park zur "kompletten Sammlung"

3. August 2014, 17:45
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Beeindruckender Sprint zu Gold des Jamaika-Staffel-Schlussläufers bei den Commonwealth-Games

50.000 Menschen im Hampden Park sangen vor dem Samstags-Highlight der Commonwealth Games "I'm gonna be (500 miles)" von den Proclaimers und unten tanzte der Superstar dazu. Usain Bolt präsentierte sich bei der 4x100-Meter-Staffel der Männer in hervorragender Stimmung und zeigte dann auch eine herausragende sportliche Leistung.

Die mit Bolt, Jason Livermore, Kemar Baily-Cole, und Nickel Ashmeade nicht in allerbester Besetzung angetretene Jamaika-Staffel übergab als zweiter hinter England an den Weltrekordhalter, der mit einem Schlussspurt wie in besten Zeiten den Sieg heimfuhr. In 37,58 Sekunden setzte man dabei auch einen neuen Spiele-Rekord. England holte vor Trinidad und Tobago Silber.

"Das komplettiert meine Sammlung. Diese Goldmedaille hatte ich noch nicht", sagte der Weltmeister, Olympiasieger und Weltrekordler. Dass es endlich mit einer Teilnahme an den Commonwealth Games geklappt hatte, freute Bolt. "Hier wollte ich schon immer starten. Bei diesen Spielen schaut in Jamaika jeder zu", meinte er. Einen Sieg für diese Zuseher gab es auch bei der 4x100-Meter-Damen-Staffel. Auch die weiteren Medaillengewinner Nigeria und England hatten Jamaikas Frauen nichts entgegenzusetzen.

Bolt macht sich rar

Bolt genoss die Ovationen des Publikums auch deshalb besonders ausgiebig, weil es vor seinen allerersten Commonwealth Games in englischen Zeitungen unschöne Artikel über seine Ansichten zum Event gegeben hatte. Die Times hatte berichtet, dass der Jamaikaner die Spiele der Mitglieder des ehemaligen Empires mit Fäkalausdrücken bedacht habe. Bolt sprach von völlig frei erfundenem Schwachsinn. Und auch sein Manager nannte den Bericht, in dem Bolt die Spiele in Glasgow vor allem im Vergleich zu den Olympischen Spielen 2012 in London abwertet, "völligen Müll".

In dieser Saison wird Bolt nur dreimal für sich alleine sprinten. Starts über 100 Meter sind in Rio de Janeiro (17. August), Warschau (23.) und in Zürich beim Letzgrund-Meeting (28.) geplant. Das Duell mit dem US-Amerikaner Justin Gatlin, in dieser Saison ungeschlagen und Weltschnellster (9,80), wird es allerdings erst im kommenden Jahr geben. Bis zu den Weltmeisterschaften 2015 in Peking werden sich die beiden schnellsten Männer der Welt wohl aus dem Weg gehen. (tsc/lü/APA, derStandard.at, 2.8.2014)

  • Usain Bolt riss sein Team raus.
    foto: reuters

    Usain Bolt riss sein Team raus.

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