Mindestens 50 Rebellen getötet 

2. August 2014, 18:17
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Gewalt auch im Grenzgebiet des Libanon

Damaskus - Bei Kämpfen zwischen Aufständischen und regierungstreuen Milizen sind im syrischen Grenzgebiet zum Libanon am Samstag Dutzende Rebellen getötet worden. Nach Oppositionsangaben starben mindestens 50 Aufständische, als sie in einen Hinterhalt von Milizen und Kämpfern der libanesischen Hisbollah gerieten.

In libanesischen und syrischen Sicherheitskreisen wurde die Zahl der getöteten Rebellen sogar mit rund 170 beziffert. Eine unabhängige Bestätigung dafür gab es nicht. In die Gefechte nahe der Stadt al-Jobeh, in der Region Qalamoun nahe der libanesischen Grenze entfernt, seien Kämpfer der mit der Al-Kaida verbundenen Nusra-Front sowie der radikalislamischen Organisation Islamischer Staat (IS, vormals ISIS/ISIL) verwickelt gewesen. Aufseiten der regierungstreuen Milizen seien neun Kämpfer sowie zwei Hisbollah-Mitglieder getötet worden.

Gefechte an der Grenze zum Libanon

Auch jenseits der Grenze im Libanon flammte am Samstag Gewalt auf. In der Stadt Arzal stürmten syrische Rebellen eine Polizeistation, nachdem libanesische Sicherheitskräfte einen ihrer Anführer festgenommen hatten. Nach einem Bericht der libanesischen Nachrichtenagentur wurden dabei zwei Zivilisten getötet, die versucht hätten, die Kämpfer an der Erstürmung des Gebäudes zu hindern.

In der Grenzstadt Arzal haben Zehntausende Syrer Zuflucht vor den Kämpfen in ihrer Heimat gesucht. Immer wieder kommt es unter den Flüchtlingen zu Gewaltausbrüchen.

Bei den Zusammenstößen kämpften offenbar Extremisten der radikal-sunnitischen IS an der Seite anderer extremistischer Brigaden, die eigentlich mit ihnen verfeindet sind. Die Regierungstruppen wurden unterstützt von Mitgliedern der libanesischen Schiiten-Miliz Hisbollah (Hezb-Allah). (APA, 2.8.2014)

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