Landwirtschaftsministerium: Rupprechter sorgt für Ärger

4. August 2014, 09:51
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Reorganisation soll fünf Millionen Euro einsparen - Einzige Sektionschefin zu Abteilungsleiterin herabgestuft

Wien - Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) sorgt mit einer neuen Geschäftseinteilung in seinem Ministerium noch immer für Ärger in der Beamtenschaft. Nachdem derStandard.at bereits Ende Juni darüber berichtet hat, gibt es laut "Salzburger Nachrichten" (Samstagsausgabe) weiter Unmut über personelle Entscheidungen im Landwirtschaftsressort. Der Ressortchef spricht von einer Reorganisation, die in diesem Jahr fünf Millionen Euro Ersparnis bringen soll.

Von bisher acht Sektion gibt es seit Juli nur mehr sechs und die Zahl der Abteilungen wurde von 56 auf 46 reduziert. Auf Ebene der Spitzenbeamten gab es 41 Abberufungen und Neubesetzungen.

Sektionschefin nun Abteilungsleiterin

Besonders verärgert seien die Frauen, berichtet die Zeitung, da mit Edith Klauser die einzige Sektionschefin zu einer Abteilungsleiterin degradiert worden sei. Klauser führte etwa die Verhandlungen mit der EU zur gemeinsamen Agrarpolitik und leitete die Sektion "Landwirtschaft und Ernährung" - der Rupprechter selbst 2002 bis 2007 vorstand. Der heutige Minister habe bereits damals die Zusammenlegung seiner Sektion angeregt, habe damit jedoch beim damaligen Minister Josef Pröll (ÖVP) kein Gehör gefunden, heißt es im Bericht weiter.

Die vom Minister genannte Millionenersparnis dürfte für die Beamtenschaft nicht nachvollziehbar sein. Irritationen sollen die Abberufungen auch bei Sektionschefs in anderen Ministerien ausgelöst haben, denn: Noch nie sei ein Spitzenbeamter während eines laufenden Vertrages degradiert worden, so er sich nicht grobe Verfehlungen zuschulden kommen ließ. (APA, 2.8.2014)

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