Frauenmangel in den Bezirken

1. August 2014, 19:26
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Im Schlepptau der Töchter-Söhne-Debatte fällt auf, dass die Bezirkskinder alle männlichen Geschlechts sind

Nach Simmering, Favoriten, Ottakring, Floridsdorf und Mariahilf erinnern sich kommenden Sonntag, 22.40 Uhr, berühmte Kinder des 22. Bezirks an Meine Donaustadt. Kabarettist Christoph Fälbl sowie die Ex-Sportler Robert Sara, Rudi Stohl, Peter Znenahlik und Kurt Bergmann kramen Geschichten von früher hervor. Sie reden von der Zeit, als in Kaisermühlen noch die Kühe grasten und es im Winter drei Stunden brauchte, um von Essling in die nächstgelegene Schule zu kommen. Rund.

Im Schlepptau einer relativ heftig geführten Töchter-Söhne-Debatte fällt allerdings auf, dass die Bezirkskinder alle männlichen Geschlechts sind. Und dass auch die vergangenen Bezirke Simmering, Favoriten und Ottakring gänzlich ohne weibliche Beteiligung ausgekommen sind. Auf den Anruf habe er bereits gewartet, sagt Regisseur Chico Klein zum STANDARD. Es habe sich schlicht keine berühmte Donaustädterin gefunden: "Ich mache es mir nicht leicht und versuche wirklich alles", sagt Klein. In der Donaustadt habe es keine Frau gegeben, die den Anforderungen entsprach: "Wenn sie ein bissl prominent gewesen wäre, hätte ich sie genommen", sagt Klein.

Womit der Ball elegant zurückgeschupft wäre. Hernals am 10. August hält immerhin Christine Nöstlinger bereit. Landstraße am 17. wartet mit Sandra Cervik, Marianne Mendt und Ingrid Wendl auf. Für künftige Vorhaben erlauben wir uns, Folgende anzuregen: Chris Lohner, Margarethen. Arabella Kiesbauer, Alsergrund. Senta Berger, Hietzing, weitere auf Anfrage. "Da rufen dann sicher die Männer an und beschweren sich, weil sie zu wenig vorkommen", mutmaßt Chico Klein. Das Risiko ist einzugehen. (Doris Priesching, DER STANDARD, 2.8.2014)

  • V.l.n.r.: Rudi  Stohl,Kurt  Bergmann und Peter  Znenahlik.
    foto: orf

    V.l.n.r.: Rudi Stohl,Kurt Bergmann und Peter Znenahlik.

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