Mindestens 53 Tote bei Gefechten und Anschlägen

1. August 2014, 17:58
1 Posting

Regierung: 1.600 Zivilisten und Sicherheitskräfte im Juli getötet - UNO: Opferzahl liegt bei über 1.700

Hilla/Bagdad - Bei Gefechten und Anschlägen sind am Freitag im Irak zahlreiche Menschen getötet worden. Bei zweistündigen Kämpfen mit Rebellen in der Stadt Jurf al-Sakhar habe es in den Reihen der Armee mindestens 17 Tote gegeben, erklärten Vertreter der Streitkräfte und der Rettungskräfte. Zudem seien 23 Kämpfer der jihadistischen Gruppe Islamischer Staat (IS, vormals ISIS/ISIL) getötet worden.

Jurf al-Sakhar liegt am Euphrat 70 Kilometer südlich der Hauptstadt Bagdad. Die Stadt liegt zwischen den Hochburgen der Sunniten und den heiligen schiitischen Städten Najaf und Karbala (Kerbala).

Zuvor hatte es bei Bombenanschlägen in Bagdad mindestens zehn Tote gegeben. Allein bei der Explosion einer Autobombe in dem schiitischen Stadtteil Sadr City wurden sieben Menschen in den Tod gerissen und 21 weitere verletzt, wie Polizei und Ärzte mitteilten. Drei weitere Menschen starben, als nahe dem zentralen Cholani-Platz mehrere Bomben rund um eine schiitische Moschee explodierten. Die Bevölkerungsmehrheit der Schiiten ist immer wieder Ziel blutiger Angriffe durch sunnitische Extremisten.

Die Regierung teilte mit, im Juli hätten fast 1.670 Zivilisten und Sicherheitskräfte bei Anschlägen und Gefechten den Tod gefunden. Darunter befänden sich 1.401 Zivilisten, 185 Soldaten und 85 Polizisten. Die Opfer aufseiten der Rebellen waren darin nicht enthalten, indes zu den Zivilisten auch schiitische Milizionäre gezählt wurden. Die Zahl lag etwas niedriger als im Juni, als die Opferzahl einen Rekordwert für diesen Monat erreicht hatte. Die UN-Vertretung im Irak gab die Totenzahl für Juli mit 1.737 an. (APA, 1.8.2014)

Share if you care.