Mindestens zwölf Tote bei Gefechten in Konfliktgebiet Berg-Karabach

1. August 2014, 16:55
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Konfliktparteien warfen sich gegenseitig Durchbruch der Demarkationslinie vor

Baku/Eriwan - Bei blutigen Gefechten in dem von Armenien kontrollierten Konfliktgebiet Berg-Karabach im Südkaukasus sind nach aserbaidschanischen Angaben zahlreiche Soldaten getötet worden. Das Verteidigungsministerium in Baku sprach am Freitag Medien zufolge von zehn Toten in den eigenen Reihen. Auch zwei armenische Soldaten sind laut Behörden der nicht anerkannten Republik Berg-Karabach getötet worden.

Die Konfliktseiten warfen sich gegenseitig vor, die Demarkationslinie durchbrochen zu haben. Armenien wirft der autoritär geführten ölreichen Südkaukasusrepublik Aserbaidschan seit Jahren vor, das Militär massiv hochzurüsten, um Berg-Karabach zurückzuerobern. Berg-Karabach gehört völkerrechtlich zu Aserbaidschan, wird aber seit einem Krieg Anfang der 1990er-Jahre von Armenien kontrolliert. Ein Waffenstillstand von 1994 gilt als brüchig, immer wieder kommt es zu Scharmützeln. Armeniens Schutzmacht ist Russland. (APA, 1.8.2014)

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