Sturm im Duell der Punktlosen gegen Wr. Neustadt 

1. August 2014, 14:59
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Niederösterreicher zuletzt im direkten Duell erfolgreicher - Milanic: "Es muss Trendumkehr kommen" - Pfeifenberger fordert selbstbewussteren Auftritt

Graz/Wiener Neustadt - Zwei Spiele, null Punkte. Sturm Graz und Wiener Neustadt sind vor dem direkten Duell in der UPC-Arena am Samstag (19.00 Uhr) gleich schlecht in die Bundesliga-Saison gestartet. Vor allem die höher eingeschätzten Steirer stehen nun stark unter Druck, sie müssen eine Negativserie gegen die Niederösterreicher beenden, um im dritten Spiel den ersten Sieg einzufahren.

"Wir wollten diese Saison anders starten als letztes Jahr, das ist uns leider nicht gelungen. Es muss jetzt gegen Wiener Neustadt die Trendumkehr kommen", gab Sturm-Trainer Darko Milanic die Marschroute vor. Die Wiener Neustädter wollen das verhindern, sehen sich aber in der Außenseiterrolle. "Sturm steht mehr unter Druck. Die Fans erwarten viel und sie haben ein Heimspiel. Von uns erwartet eigentlich eh keiner was", sagte Trainer Heimo Pfeifenberger zur Ausgangslage.

Ausgeglichene Bilanz

Die Bilanz zwischen Sturm und Wiener Neustadt ist mit je zehn Siegen bei sechs Remis ausgeglichen, in der jüngeren Vergangenheit hatten die Wiener Neustädter aber klar die Nase vorne. Fünf der jüngsten sechs direkten Begegnungen wurden gewonnen, zuletzt gab es drei Siege sowie auch drei Auswärtssiege in Folge. "Sie sind uns zuletzt sehr gut gelegen, es wäre schon gut, wenn wir erstmals anschreiben", sagte Pfeifenberger.

Beim 1:3 in Ried sowie dem 0:5-Heimdebakel gegen Salzburg gab es noch keine Punkte. "Die Stimmung ist trotzdem gut, wir haben Niederlagen gegen gute Gegner kassiert, lassen uns nicht aus der Bahn werfen", ist Pfeifenberger nach wie vor positiv gestimmt. Eines will er aber von seiner Mannschaft jetzt sehen. "Die Spieler haben über einen langen Zeitraum sehr verhalten agiert. Mein Ziel ist es einfach, dass sie viel selbstbewusster auftreten. Das ist eine mentale Geschichte, sie müssen es sich einfach zutrauen", sagte der Salzburger.

Eine Änderung des seit Saisonbeginn praktizierten 3-5-2-Systems ist für das Schlusslicht kein Thema. "Wir ändern unser Spiel nicht. Die Spieler müssen das ganze Spiel aktiv bleiben und das geht nur wenn man offensiv spielt", schließt Pfeifenberger eine Rückkehr zu einer in der Vergangenheit praktizierten Defensivtaktik aus.

Personelle Probleme

Der 47-Jährige peilt in seinem 75. Ligaspiel als Wiener-Neustadt-Trainer seinen 20. Sieg an. Nicht mithelfen können dabei die weiter verletzten Dobras, Prettenthaler und Osman Ali. Zudem ist der Einsatz des am Knie angeschlagenen Innenverteidigers Deutschmann fraglich. Stürmer Pichlmann ist nach überstandener Krankheit noch nicht voll bei Kräften.

Bei den Grazern fallen Ehrenreich, Pfingstner und Sharifi aus, der Japaner Akiyoshi hat noch keine Spielgenehmigung. Angeschlagen sind zudem die beiden Abwehrspieler Todorovski und Barbaric, die wohl spielen werden, sowie Beichler. "Vielleicht können wir einmal die erste Chance nützen, dann wäre alles leichter", hoffte Milanic auf ein schnelles Tor. (APA, 1.8.2014)

SK Sturm Graz - SC Wiener Neustadt (Samstag, 19.00 Uhr, Graz, UPC-Arena, SR D. Ouschan). Saisonergebnisse 2013/14: 3:1 (a), 2:3 (h), 1:2 (a), 1:2 (h)

Sturm: Gratzei - Todorovski, Barbaric/Spendlhofer, Madl, Klem - Offenbacher, Hadzic - Schloffer, Stankovic, Schmerböck - Djuricin

Ersatz: Pliquett - Bevab, Rosenberger, Piesinger, Beichler, J. Tadic

Es fehlen: Ehrenreich, Pfingstner, Sharifi (alle verletzt), Akiyoshi (noch keine Spielgenehmigung)

Fraglich: Todorovski (nach Krankheit), Barbaric (angeschlagen), Beichler (Schlag auf Oberschenkel)

Wiener Neustadt: Vollnhofer - Mimm, Deutschmann/Ranftl, Sereinig - Pollhammer, Freitag, M. Koch, T. Kainz, Denner - Rauter, Pichlmann/Tieber

Ersatz: Schierl - Ebenhofer, J. Salomon, Schöpf, Maderner

Es fehlen: Mally (gesperrt), Dobras (Syndesmosebandeinriss), Prettenthaler (Muskelfaserriss), Osman Ali (Wadenverhärtung)

Fraglich: Deutschmann (am Knie angeschlagen)

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