Hyundai Grand Santa Fe: Grand vertreibt Grant

Ansichtssache1. August 2014, 18:00
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Hyundais neues Flaggschiff gibt es ausschließlich mit 197-PS-Diesel und Automatik

foto: andreas stockinger

Im Crossover-Bereich hat es Nissan mit Qashqai und Qashqai+2 vorgehüpft, nun passiert das auch beim SUV. Der Schritt war logisch, dass ihn zuerst die Koreaner tun, konsequent, und dass die Marginalisierung des Vans voranschreitet, zeigt sich gut an diesem Beispiel.

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Wird bei Vans dem Basismodell oft eine Grand-Version als größeres Schwestermodell zur Seite gestellt, so nun auch bei den SUVs: Den Santa Fe ergänzt der Grand Santa Fe, und das geht, wie bei den Vans, auch mit zusätzlichem Sitzangebot einher. Aus dem 5- wird ein noch geräumigerer 7-Sitzer.

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Besitzer des "Grand" haben respektive brauchen ein mehrfaches Mehr. Haben: Sitze, Platz, Nutzen. Brauchen: Barschaft, Parkfläche, Spritbudget. Es gibt also zwei zusätzliche Sitze, in dritter Reihe. Wie bei etlichen Vans nicht unbedingt vollwertig, da man die Füße enorm anwinkeln muss, was Erwachsene nicht unbedingt zu langen Ausfahrten animieren wird. Kurze Fahrten oder Kinder aber: jederzeit. Ist Nutzraum gefordert, ist mit einem Zug an der Schlaufe jeweils ein Sitz plan versenkt.

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Die Heckklappenautomatik gehört zum komfortablen Grundtenor, der sich in angenehmem Gestühl und vor allem in der Fahrwerksabstimmung fortsetzt - und dass mir zur Lenkung bloß keiner "schwammig" sagt.

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foto: andreas stockinger

Der Grand Santa Fe ist ein gemütlicher, bedächtiger Cruiser, schalten muss man wegen der 6-Gang-Automatik auch nicht, und der 197-PS-Diesel stellt angemessen Leistung parat. Er gibt sich allerdings recht selbstbewusst beim Verbrauch (im Test kamen wir auf knapp elf Liter auf 100 km), und er ist dazu weder der leiseste Selbstzünder, noch verfügt er über Start-Stopp.

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Ansonsten sticht die überkomplette Ausstattung positiv ins Auge. Das Panoramaglasdach bringt luftige Atmosphäre, heizt den Wagen aber schnell auf. Der wackere Kampf der Klimaanlage gegen den Treibhauseffekt schlägt sich dann, siehe oben, im Verbrauch nieder.

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SUV suggeriert optisch immer noch Gelände - kann der Hyundai auch, weil (in Österreich ersonnener) Allrad, und notfalls hilft eine elektronische Sperre aus sich anbahnender Misere. Design? Mannschaftsdress, sozusagen. Sofort als Hyundai erkennbar. (Andreas Stockinger, DER STANDARD, 1.8.2014)

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Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

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