Überdimensionales Papierschiff aus Hamburg am Wiener Donaukanal

Ansichtssache1. August 2014, 13:13
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Soll Werbung für die Hafenstadt machen - Boote auch im Museumsquartier, vor Staatsoper und am Rathausplatz

Wien - 14 Meter lang und fünf Meter hoch: Ein überdimensionales weißes Papierschiffchen wirbt seit Freitag am Wiener Donaukanal für die Hafenstadt Hamburg. Drei Abende lang dient es als Projektionsfläche für Eindrücke aus der Hamburger Kulturszene, drei "Tochterschiffchen" sollen unter anderem im Museumsquartier auf die Facetten der Metropole aufmerksam machen. Mit einer Kanalrunde wird es jedoch nichts.

"Leider kann unser Schiff nicht schwimmen, das ist aufgrund der Statik nicht möglich gewesen", bedauert Thorsten Kausch, Geschäftsführer des Hamburg Convention Bureau. Trotzdem soll es die Verbindung zwischen Wien und Hamburg über Wasser darstellen. Denn die Hansestadt ist der wichtigste Containerhafen für Wien - täglich verkehren Dutzende Züge zwischen den beiden Städten.

"Hamburg ist mehr als nur Hafen"

Natürlich soll auch der maritime Charakter Hamburgs herausgestrichen werden: Immerhin verbinden die Wiener vor allem Hafen und Fischbrötchen mit der Metropole. "Wir wollen aber auch die Facetten der Stadt zeigen, die vielleicht noch nicht so bekannt sind", so Kausch. Denn mit Wien teile die Hafenstadt auch die lebendige Kulturszene, die in etwa gleiche Einwohnerzahl und die hohe Lebensqualität. "Hamburg ist mehr als nur Hafen", zeigte sich der Leiter des Convention Bureaus überzeugt.

Schiffe werden in den kommenden Tagen auch im Wiener Museumsquartier, wo sich die Reeperbahn vorstellt, bei der Staatsoper, die ein bisschen Hafenflair erhält, und am Rathausplatz, wo Kulturhighlights präsentiert werden, auftauchen. "Österreich ist ein wichtiger Quellmarkt für Hamburg", meinte Kausch. Derzeit stehe es an fünfter Stelle, mit Zuwachsraten von knapp über acht Prozent. Im vergangenen Jahr besuchten über 200.000 Österreicher die Metropole im Norden Deutschlands.

Wohnortwechsel

"Diese Zahl wollen wir natürlich verstetigen", erklärte Kausch. Tourismus sei aber nur ein Aspekt, den man nutzen wolle, um Hamburg an sich attraktiver zu machen. Im vergangenen Jahr hätten sich immerhin 4.000 Österreich dafür entschieden, dauerhaft in Hamburg Station zu machen. (APA, 1.8.2014)

foto: apa/jagl
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