Zahl der Datenabfragen von Regierungen bei Twitter steigt

1. August 2014, 12:52
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US-Behörden stellten fast 1.300 Anfragen im ersten Halbjahr

Der Internet-Kurzbotschaftendienst Twitter erhält von Regierungen immer mehr Anfragen zu Nutzerinformationen und Anträge zur Löschung von Einträgen. Die Zahl der Datenabfragen sei in den vergangenen sechs Monaten um 46 Prozent im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2013 auf 2.058 gestiegen, teilte Twitter am Donnerstag in seinem fünften Transparenzbericht mit.

Aus 54 Ländern

Die Anfragen zu Informationen über Konten seien von Behörden aus 54 Ländern gestellt worden, die mit Abstand meisten aus den USA. Von den US-Behörden gingen demnach 1.257 Datenabfragen bei Twitter ein. Aus Japan, dem Land mit den zweithäufigsten Anfragen, seien 192 gekommen.

Keine Auskunft über Inhalt

Der Kurzbotschaftendienst wolle zwar seinen Nutzern auch den Inhalt der Anfragen offenlegen, dies sei aber rechtlich nicht möglich, erklärte Twitter. Bei den Anfragen geht es um Informationen zu Konten. Zusätzlich wurden 432 Anträge zur Löschung von beleidigenden Kommentaren sowie 9.199 Anträge zur Löschung von Tweets gestellt, die das Urheberrecht verletzen. (APA/AFP, 1.8.2014)

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