Analysten-Stimmen vom 1.8.2014

1. August 2014, 11:19
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Berenberg zu Erste Group

Berenberg Bank passt Gewinnschätzungen für Erste Group-Aktien an

Im Anschluss an die Vorlage der Halbjahreszahlen der Erste Group haben die Analysten der Berenberg Bank ihre Gewinnschätzungen für die Banktitel angepasst. Das Kursziel blieb indessen bei 14,00 Euro. Auch die Empfehlung "Sell" wurde nicht verändert.

Nach Ansicht der Berenberg Bank-Experten könnten der jüngsten Gewinnwarnung der Erste Group weitere Verluste im zweiten Halbjahr 2014 folgen. Sie verweisen dabei vor allem auf die Entwicklungen in Ungarn, wo weitere Verluste drohen könnten, sowie auf den Bilanzcheck der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Experten sehen daher ein Risiko, dass die Erste Group ihre gestellten Prognosen verfehlt und empfehlen die Aktien weiter zum Verkauf. Bereits Anfang Juli hatte der Erste-Vorstand für heuer einen Jahresverlust von bis zu 1,6 Mrd. Euro in Aussicht gestellt.

Beim Ergebnis je Aktie erwarten die Erste Group-Analysten nun einen Verlust von 3,47 (zuvor: plus 1,20) Euro für 2014. In den beiden Folgejahren 2015 und 2016 rechnen die Experten dagegen wieder mit einem Gewinn je Aktie von 1,53 (zuvor: 1,60) bzw. 1,65 Euro. Auch die Dividendenprognosen wurden nach unten revidiert. Ihre Schätzung je Titel beläuft sich nun auf 0,20 (zuvor: 0,30) Euro für 2014, sowie 0,31 (zuvor: 0,42) bzw. 0,33 Euro für 2015 bzw. 2016.

Am Freitag im Vormittagshandel notierten die Erste Group-Titel an der Wiener Börse mit minus 2,21 Prozent bei 18,83 Euro.

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Credit Suisse senkt Erste-Kursziel

Nach der Präsentation der Ergebnisse für das zweite Quartal senken die Analysten der Schweizer Großbank Credit Suisse ihr Kursziel für die Aktien der Erste Group von 26,37 Euro auf 25,50 Euro. Das Anlagevotum "Outperform" bestätigten sie.

Die Quartalszahlen seien weitgehend im Rahmen der Erwartungen aufgefallen - der berichtete Nettoverlust lag sogar acht Prozent unter der Konsensschätzung, was nach Ansicht der Credit Suisse allerdings hauptsächlich auf das Timing der Abschreibungen in Rumänien und Ungarn zurückzuführen sei. Die größten Risiken seien nun die Zwangskonvertierung von Fremdwährungskrediten in Ungarn sowie der Bilanzcheck der EZB. In beiden Fällen dürfte es allerdings vor September oder Oktober keine Klarheit über die tatsächlichen Auswirkungen geben, heißt es in der Studie.

Für 2014 erwarten die Analysten einen Verlust pro Aktie von 3,30 Euro. In den Folgejahren 2015 und 2016 soll aber wieder ein Gewinn von 2,19 (2015) bzw. 2,81 Euro (2016) zu Buche stehen. Für 2014 rechnen die Credit-Suisse-Analysten mit keiner Dividendenzahlung. Für 2015 beläuft sich die Schätzung auf 0,66 Euro. 2016 wird dann eine Dividende von 1,12 Euro erwartet.

Am Montag notierten die Erste-Group-Titel an der Wiener Börse mit einem Minus von 1,97 Prozent bei 18,875 Euro. (APA, 1.8.2014)

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