US-Forscher machen Mäuse mit neuer Methode durchsichtig

31. Juli 2014, 18:13
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Hydrogele und chemische Substanzen, die Lipide aus dem Gewebe waschen, sorgen für Transparenz

Pasadena/Wien - Einem Forscherteam um Viviana Gradinaru vom California Institute of Technology in Pasadena ist es gelungen, den lange gehegten Anatomen-Traum vom gläsernen Körper zu realisieren. Bisher beschränkte sich die Fähigkeit, Organe durchscheinend zu machen, auf das Gehirn oder Embryos.

Mit einer simplen Methode ließen die Forscher bei Mäusen nun aber Gewebe und Organe bis hin zu ganzen Körpern transparent werden, ohne dabei die Zellstrukturen und internen Verbindungen zu zerstören, wie sie im Fachjournal "Cell" berichten. Im Mittelpunkt des sogenannten "PARS" -Verfahrens stehen Hydrogele, die die Struktur der Organe bewahren, und Substanzen, die Lipide - und damit die Farbstoffe - aus dem Gewebe waschen.

Dreidimensionale Baupläne des Organsystems bilden die Grundlage für das Verständnis komplexer weiträumiger zellulärer Interaktionen innerhalb des Körpers. Die neue Methode könnte nach Ansicht der Forscher den Weg zu besseren klinischen Diagnosen und neuen Therapien ebnen. (tberg, DER STANDARD, 1.8.2014)

  • Bereits während des "PARS"-Prozesses kann man der Maus unter die Haut blicken.
    foto: cell / yang et al.

    Bereits während des "PARS"-Prozesses kann man der Maus unter die Haut blicken.

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