Europarat-Konvention zum Schutz von Frauen in Kraft  

31. Juli 2014, 15:37
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Mitgliedsstaaten, die das Überinkommen ratifiziert haben, verpflichten sich zu Schutzmaßnahmen

Am Freitag tritt die "Konvention des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt" in Kraft. Das vor drei Jahren in Istanbul zur Zeichnung aufgelegte Übereinkommen verpflichtet die ratifizierenden Regierungen zu konkreten Maßnahmen zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen.

Die sogenannte Istanbul-Konvention schließt Stalking, sexuelle Belästigung und häusliche Gewalt, aber auch Zwangsverheiratung und Genitalverstümmelung ein. Neben den Präventionsmaßnahmen soll ein Fokus auf Ermittlungen, Strafverfolgungen und Verurteilungen der Gewalttäter den Schutz von Frauen erhöhen.

Aufruf an weitere Mitgliedsstaaten

14 der 47 Europarats-Mitglieder, darunter auch Österreich, haben das Übereinkommen ratifiziert, 22 weitere haben es mitunterzeichnet, sind aber nicht rechtlich an die Regelungen gebunden.

"Alle müssen jetzt handeln, um das Leben der vielen Frauen und Mädchen, die nur aufgrund ihres Geschlechts Opfer von Gewalt sind, zu verbessern", sagte der Generalsekretär des Europarates, Thorbjørn Jagland, in einer Videobotschaft und appelliert an die Mitgliedsstaaten, die dies noch nicht getan haben, die Konvention zu unterzeichnen und zu ratifizieren. (red, dieStandard.at, 31.7.2014)

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