Branche verurteilt Eigentümer, fordert moderneres Mietrecht

31. Juli 2014, 14:08
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Der ÖVI und die Fachgruppe der Wiener Immobilientreuhänder befürchten Verunglimpfung der Branche

Auch drei Tage nach der Räumung der "Pizzeria Anarchia" in der Mühlenfeldgasse in Wien gehen die Wogen noch hoch. Die Fachgruppe der Wiener Immobilientreuhänder verurteilte heute das Vorgehen der Eigentümer in einer Aussendung: "Menschen wie diese Hausbesitzer verunglimpfen eine wichtige Branche in der Wiener Wirtschaft", so Fachgruppenobmann Michael Pisecky.

Hans Jörg Ulreich, Bauträgersprecher der Fachgruppe sieht den Vorstoß in der neuen Wiener Bauordnung gegen unlautere Spekulanten als einen erster Schritt, um die Gründerzeithäuserproblematik in Wien zu lösen. Zusätzlich seien jedoch dringend Änderungen im Mietrecht nötig.

"Populistisches Bashing"

Auch der Österreichische Verband der Immobilienwirtschaft (ÖVI) verurteilt die Vorgangsweise der Eigentümer, wehrt sich aber auch gegen ein "populistisches Bashing der Immo-Branche".

Auch der Wiener Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ) meldete sich zu Wort: Generell versuche man seitens der Stadt, etwa mithilfe des Rechtsbeistandsfonds oder der Gebietsbetreuung von Spekulation betroffenen Mietern so rasch wie möglich zu helfen. Auch er forderte eine Novelle des Bundes-Mietrechtsgesetzes. (red, derStandard.at, 31.7.2014)

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