"Kim Kardashian": Freemium-Spiel könnte 200 Millionen Dollar jährlich einbringen

31. Juli 2014, 10:24
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Dutzende Millionen Downloads erwartet, einstige Reality-TV-Teilnehmerin als ideales Zugpferd

Zu den bekannteren Köpfen des amerikanischen Celebrity-Äthers zählt Kim Kardashian. Das Modell, das unter anderem mit der Teilnahme an einer Reality-Show hohe Bekanntheit erreichte, schafft es regelmäßig in die Schlagzeilen von Zeitschriften und Magazine, die über die Glitzerwelt der Stars und Sternchen berichten.

Promileben am Smartphone

Ihr Leben – oder was als solches verkauft wird – ist nun auch in einem Mobile Game für iOS und Android nachspielbar. "Kim Kardashian: Hollywood" nennt sich das Werk aus dem Hause Glu Mobile ("Deer Hunter"). Spieler begeben sich auf die Mission, im Reich der Prominenten eine erfolgreiche Karriere aufzubauen. Geld wird mit Auftritten lukriert, eine Fanbasis muss aufgebaut und Beziehungen geführt werden.

Ab und an greift auch das virtuelle Abbild von Kardashian höchstselbst ins Geschehen ein. Mit der jüngsten Aktualisierung des Spieles kann man mit Kardashian einen Trip nach Paris unternehmen. Wer die realen Geschicke der Kardashians nachverfolgt, darf sich zudem an allerlei Anspielungen und Insiderwitzen erfreuen, beschreibt die New York Times.

Geld für Extras

Das Spiel selbst ist kostenlos und ermöglicht auch, aufzusteigen, ohne Geld auszugeben. Doch wer sich mit der exklusivsten Mode einkleiden, den edelsten Haarschnitt tragen oder einfach mehr machen will, als es der Standard-Energielevel des eigenen Promis zulässt, wird mit Mikrotransaktionen zur Kasse gebeten. "Kim Kardashian: Hollywood" zählt sich zu den Vertretern des Free2Play-Segments (auch "Freemium" genannt).

Erfolgreich - mit Luft nach oben

Und als solches schlägt es sich bislang sehr erfolgreich. Derzeit ist es das am fünftmeisten nachgefragte Game in Apples App-Store. Installiert wird es von Fans rund um den Globus, obwohl es bislang nur eine englische Fassung gibt. Bei Glu rechnet man mit dutzenden Millionen Downloads und satten Profit. Allein in den ersten fünf Tagen nach dem Start generierte das Game bereits 1,6 Millionen Dollar.

Laut einem Analysten könnten es sogar 200 Millionen werden – pro Jahr. In der ersten Jahreshälfte 2014 konnte Glu auch dank diesem Hit mehr Gewinn verzeichnen, als im gesamten Vorjahr.

Erfolgsfaktor Kardashian

Die Grundlage für langfristigen Erfolg wäre vorhanden. Kim Kardashian dürfte mit ihrer Umtriebigkeit noch länger sehr präsent in den Medien bleiben. Neue Unternehmungen, Ereignisse und Eskapaden liefern schließlich den Stoff, aus dem neue Inhalte für das Spiel gemacht werden. Kardashian, die in einer Woche auch schon mal über 1.000 "Selfies" ins Netz stellt, bewirbt das Handyspiel außerdek über ihre zahlreichen Social Media-Kanäle.

Umtriebig

Nicht übersehen darf man dabei, dass Kardashian selbst auch unternehmerisch tätig ist. 2009 half sie bei der Gründung eines Online-Schuh-Abodienstes, der heute dem Fashionanbieter JustFab gehört. Gemeinsam mit zwei Geschwistern betreibt sie dazu die Modekette "D-A-S-H" und hat mit der "Kardashian Kollection" auch eine eigene Kollektion veröffentlicht. (gpi, derStandard.at, 31.07.2014)

  • Die auf Kim Kardashian basierende Promi-Lebenssimulation erweist sich für Glu Mobile bislang als Hit.
    foto: glu mobile

    Die auf Kim Kardashian basierende Promi-Lebenssimulation erweist sich für Glu Mobile bislang als Hit.

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