Erdrutsch in Indien: Mehr als 150 Tote befürchtet

31. Juli 2014, 12:10
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Mehr als 40 Häuser unter Erdmassen begraben - Bisher 28 Tote geborgen

Mumbai/Neu Delhi - Die Zahl der Toten nach dem massiven Erdrutsch in Westindien ist auf 28 gestiegen. Die Behörden befürchten Dutzende weitere Opfer, da noch immer fast 130 Menschen vermisst werden, wie die Nachrichtenagentur IANS am Donnerstag berichtete. Bagger gruben sich am Tag nach dem Unglück weiter durch die teils meterhohe Schicht aus Schlamm und Geröll, die fast das ganze Dorf Malin davongerissen hatte.

In der Nähe des Unglücksortes in der Gebirgskette Sahayadri wurde eine provisorische Einäscherungsstätte errichtet, wie der Sender NDTV berichtete. Starker Regen behindere die Arbeiten der Bergungsteams und habe einen zweiten, kleineren Erdrutsch ausgelöst. Der Fluss im Tal schwoll stark an - Helfer standen auch an seinem Ufer und hielten nach Leichen Ausschau, die möglicherweise aus den Schlammmassen herausgespült worden sein könnten.

Gefährliche Bergungsarbeiten

Ein Mann erzählte der Zeitung "Times of India", er sei gerade im Bad fertig gewesen, als sein Schwager rief, alle sollten sofort aus dem Haus rennen. "Doch ehe ich verstand, was passierte, war der Erdrutsch schon da", sagte er. Er sei unter einer herausgerissenen Tür eingeschlossen gewesen. "Dadurch entstand Platz, so dass ich atmen konnte." Andere Bewohner des Dorfes hatten laut der Zeitung Glück, weil sie am Morgen ihre Kinder zur Bushaltestelle an der Hauptstraße brachten, als die Schlammlawine ihre Häuser traf.

Nur einige wenige Menschen konnten bisher lebend geborgen werden. Mit den Worten "Gott hilft den Mutigen" versuchte ein Mitglied des nationalen Katastropheneinsatzteams im Sender NDTV, Zuversicht zu verbreiten. Die Arbeit sei wegen der Gefahr weiterer Hangabrutsche aber sehr gefährlich. In den vergangenen Jahren sei der Wald rund um das Dorf weitgehend abgeholzt worden, was den Boden instabil gemacht habe.

In Indien herrscht gerade Monsunzeit. Auch in den nördlichen Bundesstaaten Uttarakhand und Himachal Pradesh war es in den vergangenen Wochen zu zahlreichen enormen Erdrutschen gekommen. In der Metropole Mumbai, die etwa 200 Kilometer von dem Dorf entfernt liegt, kam laut IANS bei einem Hangabrutsch ein fünfjähriger Bub ums Leben. (APA, 31.7.2014)



  • 19 Tote wurden bereits geborgen.
    foto: apa/epa/chief minister's office

    19 Tote wurden bereits geborgen.

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