92 Prozent des Tellerinhalts werden gegessen

31. Juli 2014, 12:30
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Eine internationale Metastudie hat das Essverhalten von Menschen bei Selbstbedienung analysiert

Wie viel von dem, was bei Selbstbedienung auf unseren Tellern landet, essen wir? Einen Großteil, wie eine Metastudie erhob, die nun im "International Journal of Obesity" veröffentlicht wurde. 14 Studien wurden dafür analysiert. Das Ergebnis: Im Durchschnitt isst ein Erwachsener 92 Prozent seines Essens auf.

Kaum nationale Unterschiede

Dabei gibt es auch kaum nationale Unterschiede: In den USA, Kanada, Frankreich, Taiwan, Südkorea, Finnland und den Niederlanden waren die Ergebnisse fast gleich. Kinder essen hingegen nur 60 Prozent von dem, was sie auf ihrem Teller anhäufen.

Wenn das Essen ungesund ist, bleibt mehr übrig: Nur 81 Prozent des Tellerinhalts werden dann verzehrt - möglicherweise, weil das Essen hochkalorischer ist und daher schneller satt macht.

Aufessen ohne Ablenkung

Müsli und Pasta werden demnach eher aufgegessen (93 Prozent) als Karottensticks (72 Prozent). Und auch das Setting macht einen Unterschied: Aufgegessen wird eher, wenn Menschen alleine und nicht abgelenkt sind (97 Prozent), als wenn sie im Gespräch sind oder fernsehen (89 Prozent).

Die Studienleiter hoffen, dass die Ergebnisse dabei helfen können, das Essverhalten besser zu verstehen und Methoden gegen das Überessen zu finden: "Nur zu wissen, dass man wahrscheinlich fast alles aufessen wird, was man sich nimmt, kann dabei helfen, sich die Portionsgröße zweimal zu überlegen", heißt es in einem Statement. (zof, derStandard.at, 31.7.2014)


International Journal of Obesity: The clean plate club: about 92% of self-served food is eaten

  • Was auf den Teller kommt, wird großteils gegessen.
    foto: ap photo/charlie riedel

    Was auf den Teller kommt, wird großteils gegessen.

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