Zimbru Chisinau als Grödigs Belohnung

30. Juli 2014, 13:14
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Club-Manager Haas vor Duell mit moldawischem Cupsieger zuversichtlich - Trainer Baur setzt gegen "unangenehmen Gegner" auf Geduld und Fehlervermeidung

Grödig - Nach dem erfolgreichen Europacup-Debüt gegen Cukaricki Belgrad hat der SV Grödig Lust auf mehr bekommen. Die Salzburger empfangen am Donnerstag (21.05 Uhr/live ORF eins) im Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde der Fußball-Europa-League Zimbru Chisinau. In der Salzburger Red Bull Arena, in die Grödig international ausweicht, soll der Grundstein zum Aufstieg ins Play-off geschaffen werden.

Grödig kann nach einem gelungenen Saisonauftakt im Europacup und in der Bundesliga mit viel Selbstvertrauen in das Duell mit dem moldawischen Cupsieger gehen. "Wir wollen unbedingt weiterkommen. Wir haben den Gegner beobachtet und glauben alle, dass wir eine Runde weiterkommen können", sagte ein optimistischer Club-Manager Christian Haas.

Das Kollektiv als Zimbrus Trumpf

Allerdings hat Zimbru in der zweiten Runde immerhin ZSKA Sofia aufgrund der Auswärtstorregel (1:1/a, 0:0/h) ausgeschaltet. "Wir werden zwei gute Spiele brauchen. Das ist eine Truppe, die vom Kollektiv lebt. Von den Einzelspielern haben sie vielleicht nicht die Qualität wie Cukaricki, aber als Mannschaft treten sie sehr kompakt auf. Das ist eine Mannschaft, die es versteht tief zu stehen, Räume eng zu machen und auf Konter zu spielen. Es ist ein unangenehmer Gegner, der es Sofia schwer gemacht hat, Tore zu erzielen", analysierte Grödig-Trainer Michael Baur.

Sein Rezept heißt Geduld und Fehlervermeidung. "Wir müssen leichtfertige Fehler wie teilweise gegen Sturm unterbinden. Mit aggressivem Spiel, Pressing, den Gegner ständig beschäftigen, dann haben wir eine gute Chance", sagte Baur.

Der Trainer sieht das Duell mit den Moldawiern als "Belohnung für die Leistung gegen Cukaricki" und hofft auf "das eine oder andere Tor, um eine gute Basis für das Rückspiel" (7. August) zu schaffen. In den bisherigen zwei Europacup-Duellen mit moldawischen Clubs hat der GAK zweimal den Aufstieg geschafft und dabei alle vier Partien gewonnen.

Trainerverschleiß

Zimbru hat sich mit Erfolgen über Skendija Tetovo aus Mazedonien (1:2/a und 2:0/h) und eben Sofia in die dritte Runde gekämpft. Nach turbulenten und wenig erfolgreichen Zeiten - allein in der Saison 2012/13 etwa haben sich bei Zimbru fünf Trainer versucht - ist mit dem weißrussischen Coach Oleg Kubarew Ruhe in den Hauptstadtclub eingekehrt.

Auch sportlich geht es wieder bergauf, seitdem der 48-Jährige die Mannschaft während der Saison übernommen hat. Kubarew, der mit seinen Landsleuten Kiril Pawljutschek (Abwehr) und Dimitri Klimowitsch (Mittelfeld) sowie Stürmer Jean-Marie Amani von der Elfenbeinküste nur drei Legionäre zur Verfügung hat, führte Zimbru von Rang sieben auf Platz vier und holte mit einem Finalsieg über Meister Sheriff Tiraspol den Cupsieg. Auf den nächsten Meistertitel wartet der achtfache Champion aber schon seit dem Jahr 2000. (APA, 30.7.2014)

Technische Daten und mögliche Aufstellungen - Europa-League-Qualifikation, 3. Runde, Hinspiel:

SV Grödig - Zimbru Chisinau (MDA) (Donnerstag, 21.05 Uhr/live ORF eins, Salzburg, Red Bull Arena, SR Lee Evans/Wales).

Grödig: Stankovic - Handle, Karner, Maak, Strobl - Brauer, Nutz - Schütz, Tomi, Boller - Reyna

Ersatz: Adilovic - Djuric, Martschinko, Huspek, Goiginger, R. Wallner

Es fehlen: Potzmann (Schambeinentzündung), Hart (Bindehautentzündung), Schubert (Reha nach Herzmuskelentzündung), Gschweidl (Adduktorenprobleme), Cabrera (Knöchelverletzung)

Zimbru: Rusu - Jardan, Pawljutschek, Burghiu, Erhan - Klimowitsch - Cheptine, Anton, Vremea, Dedov - Amani

Ersatz: Chirinciuc - Potirhniche, Spataru, Grossu, Pascenco, Alexeev, Graur

Rückspiel am 7. August (19.00 Uhr MESZ) in Chisinau. Der Aufsteiger steht im Play-off der Qualifikation.

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