Hundstorfer: Keine "Sinnlos"-Formulare bei AMS-Kursen

30. Juli 2014, 16:15
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Sozialminister verweist auf laufende Kontrollen zur Qualitätssicherung der Kurse

"Was ist Arbeit?", sollten AMS-Kursteilnehmer anhand einen Formulars bewerten (derStandard.at berichtete). Die Antwortmöglichkeiten sorgten für Aufsehen, waren sie doch sexistisch und erschienen Kursteilnehmern "sinnlos". Beispiele: "Eine Animierdame lässt sich zum Whiskey einladen", "Eine Ehefrau macht sich jeden Tag um 19 Uhr für ihren Mann schön."

FPÖ-Gesundheitssprecherin Dagmar Belakowitsch-Jenewein stellte deshalb eine parlamentarische Anfrage zu den AMS-Kursen. Sie wollte von Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) wissen, warum bei einem Kurs ein derartiges Formular eingesetzt werde.

Keine nachträgliche Preisminderung

Hundstorfer erklärt in der Beantwortung, dass das betreffende Formular nicht mehr verwendet werde und Arbeitsblätter bezüglich Gendersensibiliät, Diversity und Nutzen für die Kursteilnehmer vom Anbieter geprüft beziehungsweise adaptiert werden müssten. Eine nachträgliche Preisminderung sei aber nicht möglich, da der Anbieter dem "Verbesserungsvorschlag unmittelbar Folge geleistet" habe.

Außerdem verweist der Sozialminister auf laufende Vor-Ort-Kontrollen, bei denen auch die Kursunterlagen und die Qualität der Kurse überprüft würden, während auch das AMS Wien die Beschwerden der Kursteilnehmer systematisch aufarbeite. (red, derStandard.at, 30.7.2014)

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