Geschwisterpaar bei Geisterfahrerunfall auf A1 getötet

30. Juli 2014, 05:54
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Geisterfahrer war mit 1,4 Promille auf der Westautobahn in Oberösterreich unterwegs

Allhaming/Gmunden - Ein neunjähriges Mädchen und sein 20 Jahre alter Bruder sind Mittwochfrüh bei einer Frontalkollision auf der Westautobahn (A1) in Oberösterreich gestorben. Verursacht hatte den Unfall ein stark alkoholisierter 54-jähriger Geisterfahrer. Die beiden Opfer waren mit ihren Eltern unterwegs, diese wurden bereits vor Ort von einem Kriseninterventionsteam betreut. Die Frau wurde bei dem Frontalzusammenstoß schwer verletzt, der Vater leicht. Die A1 in Richtung Wien war erst nach rund drei Stunden wieder frei befahrbar.

Der Lenker aus dem Bezirk Gmunden, der 1,4 Promille Alkohol im Blut hatte, war im Bereich von Allhaming (Bezirk Linz-Land) falsch auf die A1 aufgefahren. Kurz nach 2.30 Uhr prallte er gegen den Wagen der deutschen Familie. "Beide Autos haben furchtbar ausgesehen", berichtete der Leiter der Landesverkehrsabteilung, Klaus Scherleitner. "Da unverletzt auszusteigen ist fast unmöglich." Vier weitere Fahrzeuge wurden von den herumfliegenden Teilen beschädigt.

Geisterfahrer nur leicht verletzt

Das Kind und der junge Mann aus Wehr in Baden-Württemberg starben noch an der Unfallstelle. Ihr 47-jähriger Vater, der am Steuer gesessen war, erlitt leichte Verletzungen, seine 39-jährige Frau, die sich mit der Tochter im Fond befunden hatte, schwere. Das Ehepaar wurde ins Klinikum Wels eingeliefert und musste vom Kriseninterventionsteam betreut werden.

Der Geisterfahrer brach sich die rechte Hand und erlitt Rissquetschwunden, die in einem Linzer Spital behandelt wurden. Ihm wurde der Führerschein abgenommen, er wird wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen angezeigt.

A1 drei Stunden blockiert

Die A1 in Richtung Wien war erst nach rund drei Stunden wieder frei befahrbar. Auch auf der Ausweichroute über die Welser Autobahn (A25) ereignete sich in der Früh in Richtung Haid ein Unfall, der aber glimpflich verlaufen sein dürfte. (APA/red, derStandard.at, 30.7.2014)

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