Entsetzen über Mord an Mitschülerin in Japan

29. Juli 2014, 16:35
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Mord mit "Zerstückelungswunsch" begründet

Tokio - Eine grausame Bluttat unter Schülerinnen erschüttert Japan: Offenbar aus purer Mordlust hat eine 16-Jährige eine Mitschülerin brutal getötet. Sie habe einen Menschen "zerstückeln wollen", schilderte die Teenagerin im Verhör ihre Fantasien, wie ein Ermittler am Dienstag sagte. Im Internet kursierten wenige Stunden nach der Tat Fotos von einer abgetrennten Hand des 15-jährigen Opfers.

Die Beschuldigte habe gestanden, das Opfer stranguliert zu haben, bevor sie es enthauptet und seine linke Hand abgetrennt habe, sagte ein Ermittler. Sie habe dabei neben anderen "Werkzeugen" auch "etwas wie ein Kabel" benutzt. Die Leiche des Mädchens wurde demnach am Sonntag in der Wohnung der mutmaßlichen Mörderin gefunden. Dort fanden Ermittler laut der Zeitung "Yomiuri" unter anderem auch Hämmer und eine Säge.

"Wollte jemanden töten"

Die Zeitung "Sports Nippon" berichtete, die 16-Jährige habe ausgesagt, sie habe einen Körper "zerstückeln" wollen. Das Blatt berichtete zudem, der Bauch der Toten sei aufgeschlitzt gewesen. Die Zeitung "Yomiuri" zitierte die Verdächtige mit den Worten: "Ich wollte jemanden töten. Das Werkzeug habe ich selbst besorgt." Sie habe allein gehandelt. Ein Polizeivertreter wollte die Medienberichte mit dem Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht kommentieren.

Die Eltern des Opfers alarmierten am Samstagabend die Polizei, nachdem ihre Tochter von einem Treffen mit Freunden nicht nach Hause gekommen war. Den Ermittlungen zufolge geschah der Mord wahrscheinlich noch am selben Abend. Die Leiche des Kindes wurde am Sonntag entdeckt.

Die beiden Mädchen besuchten dieselbe Schule in der Stadt Sasebo in der südwestjapanischen Präfektur Nagasaki. Die mutmaßliche Mörderin lebte Medienberichten zufolge nach dem Krebstod ihrer Mutter allein in der Wohnung. Ihr Vater heiratete nur drei Monate später erneut, er und die Stiefmutter wohnen demnach in derselben Stadt.

Die Schule habe die mutmaßliche Täterin seit dem Tod ihrer Mutter kaum noch besucht, berichtete "Yomiuri". Allerdings sei sie schon in der Volksschule auffällig gewesen; dort habe sie zwei Mitschülern Bleichmittel ins Essen gemischt. Ihr Handeln habe sie damals damit begründet, dass die beiden sie "geärgert" hätten.

Bereits im Jahr 2004 war es in Sasebo zu einer aufsehenerregenden Bluttat unter Schülern gekommen, als eine Schülerin an einer Volksschule erstochen wurde. 1997 wurde eine 14-Jährige wegen des Mordes an zwei Schülern festgenommen; der Kopf eines Opfers lag vor dem Schultor. (APA, 29.7.2014)

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