"Game of Thrones"-Fans können bald Dothraki lernen

29. Juli 2014, 16:00
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Linguist hinter der Sprache veröffentlicht Buch und Online-Kurs

"Athchomar chomakaan": Wer aufmerksam HBOs erfolgreiche TV-Serie "Game of Thrones" verfolgt, oder die ihr zugrunde liegenden Bücher der "Ein Lied von Eis und Feuer"-Reihe gelesen hat, weiß mit dieser Phrase vielleicht etwas anzufangen. Doch für alle, denen die diese gar unorthodoxe Aneinanderreihung von Buchstaben nichts sagt – es handelt sich um "Hallo" auf Dothraki, gesagt von einem Angehörigen des Reitervolkes gegenüber einem Fremden.

Living Language: Dothraki

Erfunden hat die Sprache der Linguist David Peterson, rund 150 Menschen sollen sie mittlerweile beherrschen. Wer sich die Wörter und Grammatik aber nicht mühselig selber zusammen puzzlen möchte, kann ab kommendem Oktober auf "offizielles" Lernmaterial zurückgreifen. Dann veröffentlicht Peterson das Buch "Living Language: Dothraki".

Fans der Fantasy-Saga sollen sich mit Hilfe des Werks die Sprache auf einem Niveau aneignen können, das einfache Gespräche ermöglicht. Es beinhaltet 200 Vokabeln und Aussprüche, sowie Hilfestellungen zu Grammatik und Aussprache als auch Informationen zur Kultur der Dothraki. Der Preis für das Lehrbuch wird bei 20 Dollar liegen.

Wer sein Wissen vertiefen möchte, kann zudem zehn Dollar in einen erweiterten Online-Kurs investieren. Dazu wird es auch eine App für vier Dollar geben, um auch am Tablet oder Smartphone lernen zu können.

Sprachtalent

Peterson selbst spricht neben Dothraki außerdem Englisch und Spanisch fließend sowie fünf weitere Sprachen auf unterschiedlichem Niveau, schreibt CNet. Dothraki basiert auf Spanisch und dem Arabischen und kennt nur vier Vokal-Laute. Der Sprachwissenschaftler hat auch schon für andere Produktionen insgesamt 14 Sprachen erfunden, diese ist aber sein bisher mit Abstand umfangreichstes Werk.

Er lobt auch den "Ein Lied von Eis und Feuer"-Autoren George Martin für seine Vorarbeit. "Er hat, dafür dass er kein Sprachwissenchaftler ist, einen hervorragenden Job gemacht." Zum Start der Promotion-Kampagne des Buches hat Peterson im Rahmen der Comic Con in San Diego einen Probekurs zum Thema Aussprache abgehalten.

Böse Beleidigung

Die schlimmste Beleidigung, die ein Dothraki für ein anderes Mitglied seines Volkes finden kann, lautet gemäß Peterson "ifak". Dieses Wort leitet sich aus dem Dothraki-Begriff für "gehen" ab und bedeutet "jemand, der nicht reitet". (gpi, derStandard.at, 29.07.2014)

  • Sollte man lieber nicht einen "ifak" nennen: Den Khalasar-Anführer Kal Drogo.
    foto: hbo

    Sollte man lieber nicht einen "ifak" nennen: Den Khalasar-Anführer Kal Drogo.

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