Islam: 180 Beschwerden beim Presserat nach "Bild am Sonntag"-Kommentar

29. Juli 2014, 12:32
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Kritisiert wird Herabwürdigung religiöser Lehren und Pauschalurteil von "BamS"-Vize Nicolaus Fest

Wien - Der Anti-Islam-Kommentar von Nicolaus Fest in der "Bild am Sonntag" sorgt trotz Kalmierungsversuchen von "Bild"-Chef Kai Diekmann weiter für Aufregung. Bis Dienstag Mittag langten beim deutschen Presserat in der Causa bereits rund 180 Beschwerden ein.

Eine Sprecherin des Presserats bestätigte im Gespräch mit derStandard.at einen Bericht des deutschen "Tagesspiegels", in dem von 150 Beschwerden bis Montag am Abend die Rede war. Der Presserat wird sich in einer der nächsten Sitzungen mit der Beschwerdeflut befassen. Tenor der Leserkritik: Fest habe undifferenziert gegen den Islam gewettert und damit religiöse Lehren herabgewürdigt.

In seinem Kommentar "Islam als Integrationshindernis" schrieb Fest etwa: "Ich brauche keinen importierten Rassismus, und wofür der Islam sonst noch steht, brauche ich auch nicht."

Am Sonntag rüffelte "Bild"-Chef Kai Diekmann "BamS"-Vize Fest, indem er sich in der "Bild" gegen Pauschalurteile über Religionen aussprach: "Wer eine Religion pauschal ablehnt, der stellt sich gegen Millionen und Milliarden Menschen, die in überwältigender Mehrheit friedlich leben." (red, derStandard.at, 29.7.2014)

  • Nicolaus Fest, Vize von "Bild am Sonntag".
    foto: axel springer

    Nicolaus Fest, Vize von "Bild am Sonntag".

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