"Deal or no Deal": Sat.1 reanimiert Zocker-Show

28. Juli 2014, 17:06
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Schauspieler Wayne Carpendale moderiert die Sendung, die bei der Neuauflage auf Koffer und "Koffermädchen" verzichtet

Berlin - Schauspieler Wayne Carpendale startet mit zwei Shows bei Sat.1 durch. Den Anfang macht er diese Woche mit "Deal or no Deal". Die einstige Koffer-Show steigt jetzt ganz ohne Koffer. Kein Wunder: Der Moderator hat mit Gepäck dieses Jahr schon sehr schlechte Erfahrungen gemacht.

"Deal or no Deal"? Da war doch mal was. Der ein oder andere erinnert sich vielleicht dunkel. Das war diese bemerkenswerte Show in den Nullerjahren mit dem wasserstoffblonden Showmaster Guido Cantz. 26 hübsche Damen im Abendkleid hielten je einen verschlossenen Koffer in ihren Händen. Ein Kandidat sortierte Gepäckstücke aus und hoffte auf hohe Summen im Inneren des letzten Koffers. Und dann rief immer mal wieder eine Art Notar an, der dem Menschen viel Geld fürs Aussteigen anbot, wenn alles auf einen kostbaren Inhalt hindeutete.

Auftakt am Mittwoch

Sat.1, das kürzlich die Kochshow "Hell's Kitchen" aus der Showhölle zurückholte, setzt auch hier auf ein Revival. "Deal or no Deal" ist vom Mittwoch (30.7., 20.15 Uhr) an dort wieder zu sehen. Künftig führt der Schauspieler Wayne Carpendale ("Der Landarzt") durch die Sendung.

Carpendale (37), Sohn von Schlagerstar Howard Carpendale ("Hello again"), ist erst vor ein paar Wochen bei einem Auslandsdreh ein Koffer abhandengekommen. "Vielleicht hat sich der Sender deswegen aus Sicherheitsgründen dazu entschlossen, ab jetzt stattdessen Boxen zu verwenden", sagt er in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa. Auch die "Koffermädchen" gibt es in der Neu-Version nicht mehr.

20 Kandidaten zocken

Stattdessen sind nun 20 mögliche Kandidaten am Start. "Jeder von ihnen hat in jeder Runde eine neue Box, in der Geldbeträge zwischen einem und 250.000 Euro versteckt sind", erläutert Sat.1. Ein Zufallsgenerator wählt den Spieler aus. Der öffnet dann nach und nach die verbleibenden 19 Boxen. "Je mehr kleine Geldbeträge zum Vorschein kommen, desto größer die Chance, dass sich der Hauptgewinn in der ersten Box befindet." Den "Banker", der Geld fürs Aussteigen bietet, gibt es immer noch. Dann heißt es: "Deal or no Deal" ("Kommen wir ins Geschäft oder nicht?")? Carpendale soll die Kandidaten aber ermutigen, weiterzuzocken und die Angebote in den Wind zu schlagen.

Kuppelklassiker "Nur die Liebe zählt"

Der beliebte Jung-Schauspieler, der gerade in Bad Segeberg Karl Mays Old Shatterhand spielt, ist als Moderator bisher kaum in Erscheinung getreten. Aber jetzt legt er bei Sat.1 richtig los, auch Kai Pflaumes Kuppelklassiker "Nur die Liebe zählt" bekommt er anvertraut. "Das alles ist für mich noch ein bissel surreal", sagt Carpendale. "Hätte mir vor ein paar Monaten jemand gesagt, dass ich zwei so geile Klassiker moderieren werde, hätt' ich's nie geglaubt. Aber irgendjemand bei Sat.1 war so verrückt, mir die Dinger zu geben."

Im Alltag ist der Moderator übrigens kein Zocker, wie er sagt: "In unserer privaten Männerpokerrunde bin ich eher der Stratege. Ich schau mir an, wie die Anderen sich gegenseitig aus dem Spiel kicken, lass die Sprüche an mir abprallen und schlag dann am Ende zu." Bei "Deal or no Deal" wolle er aber "gleich von Anfang an Vollgas geben". Er werde den Kandidaten "auch die einfachsten Entscheidungen garantiert nicht leicht machen". (Von Christof Bock, dpa, 28.7.2014)

  • Wayne Carpendale moderiert "Deal or no Deal".
    foto: sat.1/willi weber

    Wayne Carpendale moderiert "Deal or no Deal".

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