Kämpfe in Aleppo fordern zivile Opfer

28. Juli 2014, 16:48
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Armee setzt Fassbomben ein, Rebellen beschießen Wohngebiet mit Granatwerfern: sechs Kinder getötet

Damaskus - Bei nächtlichen Angriffen von sowohl Armee als auch Rebellen auf die nordsyrische Stadt Aleppo sind am Montag mindestens 15 Zivilisten, darunter sechs Kinder, getötet worden. Die Luftwaffe habe zwei Fassbomben auf das von Aufständischen kontrollierte Viertel Shaar im Osten Aleppos abgeworfen, so Menschenrechtsaktivisten. Dabei seien neun Zivilisten, darunter drei Kinder, getötet worden.

Durch von Rebellen abgefeuerte Werfergranaten gab es den Angaben zufolge im von der Regierung kontrollierten Stadtteil Jabiriye weitere sechs tote Zivilisten, darunter drei Kinder, teilte die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Die Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen aus einem Netzwerk von Mitarbeitern vor Ort, ihre Angaben können von unabhängiger Seite kaum überprüft werden.

Die syrische Armee hatte Mitte Dezember eine Offensive gegen die von Rebellen gehaltenen Viertel in der einstigen Wirtschaftsmetropole Aleppo gestartet. Hunderte Menschen wurden seitdem getötet. Der Bürgerkrieg in Syrien wütet bereits seit über drei Jahren. Ausgangspunkt waren Mitte März 2011 zunächst friedliche Proteste gegen Staatschef Bashar al-Assad. (APA, 28.7.2014)

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