Schon zwei US-Helfer in Liberia mit Ebola-Virus infiziert

28. Juli 2014, 07:37
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Nach Arzt wird nun auch christliche Missionarin behandelt

Washington - Infolge der grassierenden Ebola-Epidemie in Liberia haben sich inzwischen zwei Helfer aus den USA mit dem tödlichen Virus angesteckt. Neben einem 33-jährigen Arzt wurde auch eine Missionarin infiziert, die für die Desinfektion von Schutzanzügen in einem Krankenhaus der Hauptstadt Monrovia zuständig war, wie die karitative christliche Stiftung Samaritan's Purse am Sonntag mitteilte.

Laut einer Sprecherin der Organisation befinden sich beide Patienten in stabilem Zustand.

Bisher fast 1100 Menschen infiziert

Die vor Monaten ausgebrochene Ebola-Epidemie in Westafrika hat ihren Ausgangspunkt in Guinea. Insgesamt infizierten sich dort sowie im benachbarten Sierra Leone und in Liberia nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bisher fast 1.100 Menschen mit dem Erreger. Bis zum 20. Juli starben mehr als 660 von ihnen an der Krankheit. In Nigeria wurde am Freitag in der Millionenmetropole Lagos der erste Ebola-Tote gemeldet.

Es ist das erste Mal seit Jahrzehnten, dass sich das hoch ansteckende Ebola-Virus in der Region ausbreitet. Infizierte leiden an Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall sowie in heftigen Fällen an inneren Blutungen und Organversagen. Gegen die Krankheit gibt es bisher keine Medikamente. Bei manchen Erregern verläuft die Seuche in bis zu 90 Prozent der Fälle tödlich.

Das Virus wurde erstmals 1976 in der Demokratischen Republik Kongo registriert und ist nach einem dortigen Fluss benannt. Es wird angenommen, dass es vor allem von Tieren wie Fledermäusen übertragen wird, die ihres Fleisches wegen gejagt werden. Unter Menschen reicht schon eine Berührung zur Infektion mit dem Virus. (APA, 28.7.2014)

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