Etihad Regional will 2015 in Gewinnzone

27. Juli 2014, 13:36
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Ursprünglich sollte die Gewinnzone schon heuer erreicht werden

Lugano/Abu Dhabi - Die aus der Schweizer Fluggesellschaft Darwin Airline entstandene Etihad Regional, die unter anderem Linz-Zürich fliegt, will ab 2015 schwarze Zahlen schreiben. "2015 sollte der Break-Even möglich sein", sagte der Chef von Etihad Regional, Maurizio Merlo, in einem Interview mit der Zeitung "Schweiz am Sonntag".

Merlo zeigte sich damit zurückhaltender als noch im März. Damals hatte er der Nachrichtenagentur sda erklärt, dank Synergien aus dem Netzwerk mit der arabischen Etihad sollte bereits im laufenden Jahr operativ die Gewinnschwelle erreicht werden können.

Zur Promotion biete Etihad Regional eine gewisse Anzahl an Tickets zu Preisen an, an denen man nichts verdiene, räumte Merlo in dem am Sonntag publizierten Interview ein.

Für 2014 rechnet er nun mit 700.000 Passagieren und einem Umsatz von 100 Mio. Franken (82,3 Mio. Euro), nachdem im letzten Jahr 300.000 Passagiere und 60 Mio. Franken Umsatz verbucht worden waren. "2015 wollen wir eine Million Passagiere und 2016 1,5 Millionen", ergänzte Merlo.

Nebenmärkte verbinden

Dank des Einstiegs von Etihad seien bei der Verluste schreibenden Darwin Airline 200 Stellen in der Schweiz gerettet und seither 100 neue geschaffen worden. Unter dem neuen Markenauftritt soll Etihad Regional europäische Nebenmärkte verbinden und Fluggäste auf das globale Streckennetz von Etihad bringen.

Formell blieb Darwin Airline als Tessiner Firma Operateur, damit die Start- und Landerechte nicht verfallen. Merlo bekräftigte angesichts der Untersuchung der Eigentümerverhältnisse durch das Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL), Etihad Regional sei eine Schweizer Firma.

Der massiv expandierende Golfcarrier Etihad hält unter anderem knapp 30 Prozent an der Niki-Mutter Air Berlin und verhandelt derzeit in Italien über einen Einstieg bei der angeschlagenen Alitalia. An Darwin Airline ist Etihad mit 33,3 Prozent beteiligt. Zwei Drittel der Darwin-Aktien seien aber in den Händen von strategischen Tessiner Investoren, betonte Merlo und setzte zum Seitenhieb auf die zur deutschen Lufthansa gehörende AUA-Schwester Swiss an: "Wir sind eine Schweizer Airline unter mehrheitlich schweizerischer Kontrolle und Führung, dies im Gegensatz zur Swiss." (APA, 27.7.2014)

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