Deutsches Matratzen-Kartell aufgedeckt

27. Juli 2014, 12:36
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Matratzenhersteller sollen Händler unter Druck gesetzt haben

Berlin - Das deutsche Bundeskartellamt will nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" Bußgelder gegen Matratzenhersteller erlassen. Die seit drei Jahren laufenden Ermittlungen hätten ergeben, dass die Produzenten verbotenerweise Preise abgesprochen hätten, berichtet das Blatt. Ein Sprecher der Behörde in Bonn wollte sich dazu nicht äußern, weil es um ein noch laufendes Verfahren gehe.

Laut "Bild am Sonntag" sollen die Bußgeldbescheide spätestens Ende August erlassen werden. Welche Firmen es trifft, blieb vorerst offen. Auch die Höhe der Strafen sind bisher nicht bekannt. Mit einigen Firmen des Kartells werde laut Branchenkennern noch verhandelt, berichtet das Blatt ohne Angaben von Quellen.

Dem Bericht zufolge sollen die Matratzenhersteller die Händler unter Druck gesetzt haben, damit diese die Ware nicht unter dem vorgeschriebenen Preis verkaufen. Um ihre Gewinnmargen abzusichern, hätten einige Produzenten bei Verstößen gegen diese Vorgabe mit Lieferstopp gedroht.

Anfang August 2011 hatte das Kartellamt neun Standorte in vier Bundesländern durchsuchen lassen. Es bestand zudem laut damaliger Mitteilung des Kartellamts der Verdacht, dass die Hersteller Händlern Nachteile angedroht oder zugefügt hätten oder Vorteile versprochen oder gewährt hätten, um sie zur Einhaltung bestimmter Mindestpreise beim Weiterverkauf von Matratzen anzuhalten. (APA, 27.7.2014)

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