Einzelner Sprintausreißer bestimmt die verregnete Show

25. Juli 2014, 18:20
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Navardauskas gewinnt 19. Tour-Etappe - Balte sieben Sekunden vor ersten Verfolgern - Nibali gesamt weiter klar voran

Der Litauer Ramunas Navardauskas hat am Freitag die 19. Etappe der 101. Tour de France sieben Sekunden vor dem Deutschen John Degenkolb und dem Norweger Alexander Kristoff gewonnen. Der Balte siegte nach 208,5 Kilometern in Bergerac, nachdem er sich rund zehn km vor dem Ziel abgesetzt hatte. Vincenzo Nibali erreichte das Ziel in Gelb als 24., der Italiener liegt gesamt weiter klar voran.

Nibali geht mit 7:10 Minuten Vorsprung auf den Franzosen Thibault Pinot in das Zeitfahren am Samstag nach Perigueux. Das Trikot des designierten Toursiegers, der nach seiner Klettershow im Gebirge in der Heimat euphorisch gefeiert wurde, war auf der Flachetappe durch die Weinberge der Dordogne nicht mehr in Gefahr, wurde aber bei den teils heftigen Regenschauern gehörig durchnässt.

Grausliches Wetter

Die Bedingungen waren alles andere als angenehm. Den ganzen Tag über hatte es immer wieder zum Teil heftig geregnet, auf der Strecke hatten sich zeitweise kleine Sturzbäche gebildet. Im Zielbereich waren die Absperrgitter umgeweht worden. So kam es zu keiner geordneten Sprintvorbereitung, was dem Ausreißer in die Karten spielte.

2,2 km vor dem Ziel kam es zu einem Massensturz. Navardauskas profitierte davon, danach konnte ihn keiner mehr an seinem bisher größten Erfolg hindern. Zu Boden mussten u.a. der Slowake Peter Saga sowie der französische Gesamtfünfte Romain Bardet und der Luxemburger Fränk Schleck. Da der Zwischenfall nach der 3-km-Marke passiert ist, haben die betroffenen Fahrer laut Reglement keinen Zeitverlust erlitten. Der Steirer Bernhard Eisel passierte die Stelle erst erheblich später, er büßte knapp acht Minuten ein.

Wachsamkeit

Angesichts der teilweise überfluteten Fahrbahnen herrschte die gesamte Etappe über erhöhte Wachsamkeit bei den Fahrern. Insbesondere bei Nibali, den nur noch ein Sturz vom Tour-Sieg abhalten kann. Bis es so weit ist, steht aber zunächst am Samstag das 54-km-Zeitfahren auf dem Programm, für das der Deutsche Tony Martin als Favorit gilt. (APA, 25.7.2014)

19. Etappe, Maubourguet - Bergerac/208,5 km): 1. Ramunas Navardauskas (LTU) Garmin Sharp 4:43:41 Stunden - 2. John Degenkolb (GER) Giant-Shimano + 7 Sekunden - 3. Alexander Kristoff (NOR) Katjuscha - 4. Mark Renshaw (AUS) Omega Pharma - Quick Step - 5. Daniele Bennati (ITA) Tinkoff-Saxo - 6. Alessandro Petacchi (ITA) Omega Pharma - Quick-Step - 7. Samuel Dumoulin (FRA) AG2R - 8. Julien Simon (FRA) Cofidis - 9. Sep Vanmarcke (BEL) Belkin - 10. Juergen Roelandts (BEL) Lotto. Weiter: 24. Vincenzo Nibali (ITA) Astana alle gleiche Zeit - 154. Bernhard Eisel (AUT) Sky +7:57

Gesamtklassement vor den letzten beiden Etappen: 1. Nibali 85:29:26 Stunden - 2. Thibaut Pinot (FRA) FDJ +7:10 Minuten - 3. Jean-Christophe Peraud (FRA) AG2R 7:23 - 4. Alejandro Valverce (ESP) Movistar 7:25 - 5. Romain Bardet (FRA) AG2R 9:27 - 6. Tejay van Garderen (USA) BMC 11:34 - 7. Bauke Mollema (NED) Belkin 13:56 - 8. Laurens ten Dam (NED) Belkin 14:15 - 9. Leopold König (CZE) NetApp 14:37 - 10. Haimar Zubeldia (ESP) Trek 16:25. Weiter: 126. Eisel +4:07:38 Stunden

Samstag: 20. Etappe (Bergerac - Perigueux/54-km-Einzelzeitfahren)

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    foto: ap
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