Bullen gelüstet beim Lieblingsgegner nach Rausch

25. Juli 2014, 14:40
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Die Statistik der letzten fünf Duelle mit Wr. Neustadt spricht Bände - Pfeifenberger will "gar nicht daran denken, was passieren kann"

Wr. Neustadt/Salzburg - Am 20. Juli des Vorjahres ist Red Bull Salzburg mit einem 5:1-Auswärtssieg in Wr. Neustadt in die Bundesliga-Saison gestartet - und hat seither die Tabellenführung nicht mehr abgegeben. Am Samstag (19.00 Uhr) gastieren die Roten Bullen in der zweiten Runde der neuen Saison neuerlich in Wr. Neustadt.

Die Salzburger haben am vergangenen Wochenende mit einer 6:1-Gala gegen Rapid ihre Hochform unter Beweis gestellt. Und nun wartet der Lieblingsgegner, in den jüngsten fünf Duellen gegen Wr. Neustadt haben Soriano, Alan und Co. jeweils mindestens fünf Tore erzielt (6:0,5:1,8:1,5:1,5:0).

"Die Statistik interessiert mich wenig", meinte Salzburg-Trainer Adi Hütter. "Wir haben eine neue Saison, und wir müssen uns wieder neu beweisen. Wenn wir ein ähnlich tolles Spiel machen wie gegen Rapid, dann wird das funktionieren. Gegen Rapid war es zu 80 Prozent ein gutes Spiel, aber da müssen wir uns noch verbessern", erklärte Hütter.

Dass in den Köpfen seiner Spieler vielleicht schon der Start in die Champions-League-Qualifikation am Mittwoch in Baku spukt, glaubt Hütter jedenfalls nicht. "Wir wollen uns auf das Wesentliche konzentrieren, das ist Wr. Neustadt", sagte der Coach, der mit Ausnahme der angeschlagenen Stefan Ilsanker und Franz Schiemer wohl auf die gegen Rapid erfolgreiche Elf setzt. "Ich bin nicht der Typ, der schon nach der ersten Runde rotiert. Wenn die Mannschaft gut arbeitet, kann sie sich wieder in einen Rausch spielen."

Freund Pfeifenberger

Respekt zollt Hütter vor allem seinem Freund und ehemaligen Mitspieler aus erfolgreichen Zeiten bei Austria Salzburg, Heimo Pfeifenberger. Wr. Neustadt galt in der vergangenen Saison als Abstiegskandidat, schaffte aber unter Pfeifenberger sicher den Klassenerhalt. "Wir haben ein gutes Verhältnis, sind im Trainerkurs neben einander gesessen und oft gemeinsam hingefahren", sagte Hütter.

Trotz oder gerade wegen der schier unlösbaren Aufgabe ist Neustadt-Coach Pfeifenberger "sehr relaxt. Red Bull ist immer etwas Besonderes, weil man nie weiß, was kommen kann. Wenn sie in einen Spielrausch kommen, brauchst du sehr, sehr viel Glück", erklärte der Salzburger, der seinen Spielern eines klar gemacht hat: "Du darfst gar nicht daran denken, was passieren kann."

Zum Auftakt vor einer Woche war man in Ried 1:3 unterlegen, über weite Strecken zeigte sich Pfeifenberger mit dem Auftritt nicht unzufrieden. "Aber wir müssen noch einmal zulegen", forderte der Ex-Teamspieler, der seiner Truppe ein neues System mit Fünferkette verordnet hat und "gegen jeden Gegner intensives, hohes Gegenpressing auch über längere Zeiten" sehen will. (APA, 25.7.2014)

Mögliche Aufstellungen und technische Daten:

SC Wiener Neustadt - Red Bull Salzburg (Samstag, 19.00 Uhr, Stadion Wr. Neustadt, SR Lechner). Saisonergebnisse 2013/14: 1:5 (h), 1:8 (a), 1:5 (h), 0:5 (a).

Salzburg: Gulacsi - Schwegler, Ramalho, Hinteregger, Ulmer - Sabitzer, Leitgeb, Kampl, Mane - Soriano, Alan

Ersatz: Walke - Ankersen, Rodnei, Lazaro, Bruno, Keita, Schmitz

Es fehlen: Vorsah (Knieoperation), Ilsanker (Zehenverletzung), Schiemer (Muskelverletzung), Sörensen (Sprunggelenksverletzung), Berisha (Kreuzbandriss)

Wr. Neustadt: Vollnhofer - Mally, Deutschmann, Sereinig - Ranftl, Freitag, T. Kainz, Denner - M. Koch - Rauter, Pichlmann

Ersatz: Schierl - Pollhammer, Ebenhofer, Tieber, Schöpf, J. Salamon

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