Massenkundgebungen gegen Israel zum Ende des Ramadan

Ansichtssache25. Juli 2014, 15:17
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Ankara/Berlin - Zum Ende des Fastenmonats Ramadan gingen Muslime weltweit auf die Straße um gegen Israel und für die "Befreiung Jerusalems" zu demonstrieren. Der Al-Quds-Tag (Jerusalem-Tag) wurde 1979 vom damaligen iranischen Revolutionsführer Ayatollah Ruhollah Khomeini eingeführt und ist gesetzlicher Feiertag im Iran.

Besonders viele Menschen dürften im Iran auf die Straße gegangen sein. Laut einem Bericht des staatlichen Fernsehens sogar Millionen. In Teheran skandierten am Freitag mehrere Hunderttausend Demonstranten "Tod Israel" und Tod den USA". Flaggen der beiden Länder wurden bei den staatlich geförderten Demonstrationen in Städten im ganzen Land verbrannt.

Im zentralen Freitagsgebet forderte Ajatollah Ahmad Chatami in der Teheraner Universität Muslime in aller Welt auf, Druck auf ihre Regierungen auszuüben, damit ein Boykott gegen Israel verhängt werde. Iran hat die israelische Blockade des Gazastreifens in harschen Worten verurteilt und der radikalislamischen Hamas Unterstützung zugesichert.

Sorge vor Ausschreitungen

In Deutschland bereitete sich die Polizei auf antiisraelische Kundgebungen vor. Die zentrale Veranstaltung war für den Nachmittag in Berlin geplant, auch eine Gegendemonstration war angekündigt. Die Behörden fürchteten Ausschreitungen von radikalen Islamisten.

Auch in Israel erwartet, wo die Sicherheitskräfte in Jerusalem in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt wurden. Bereits am Donnerstag war es im Westjordanland wegen der Angriffe der israelischen Armee im Gazastreifen zu Auseinandersetzungen zwischen mehreren Zehntausend Demonstranten und israelischen Sicherheitskräften gekommen. Nach palästinensischen Angaben wurde dabei ein Mann erschossen. (Reuters, 25.7.2014)

foto: ap/noroozi
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Der Hass auf Israel war bei der Demonstration in Teheran allgegenwärtig.

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Irans Präsident Hassan Rohani feiert den Al-Quds-Tag in Teheran.

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Palästinensische Kinder und Jugendliche in Jerusalem.

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Aufmarsch der irakischen Hisbollah-Brigaden in Bagdad.

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Weibliche Unterstützer der Hisbollah.

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Al-Quds-Demonstration in Damaskus, Syrien.

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Al-Quds-Demonstration in Kabul, Afghanistan.

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