Bank Austria holt Immos aus Stiftung zurück

25. Juli 2014, 14:11
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Die Bank will einzelne Immos aus dem Paket lieber selber verkaufen

Wien - Die Bank Austria macht jetzt die im Jahr 1999 vollzogene Auslagerung von Immobilien in eine Privatstiftung rückgängig. Ein Grund: Die Bank Austria will einzelne Immos aus diesem Paket lieber selber verkaufen, wenn gute Angebote kommen. Es handelt sich um ein Paket von rund 80 Immos österreichweit.

Bank Austria-Sprecher Martin Halama bestätigte am Freitag gegenüber der APA, dass die Entscheidung "Teil der Desinvestitionsstrategie" der Bank sei. Wann genau was verkauft werde, hänge aber von der jeweiligen Marktlage ab.

Die Trennung von der Stiftung klingt ähnlich kompliziert wie die Auslagerung des Immobilien-Beteiligungspaketes: 1999 hat die Bank Austria einen großen Teil ihrer Immo-Beteiligungen in eine Immobilien Holding GmbH eingebracht. Die Holding ist eine 100-Prozent-Tochter der Immobilien Privatstiftung. Dafür bekam die Bank Austria Genussrechte, die eine Beteiligung an ausgeschütteten Dividenden, am Unternehmenswert und/oder Verwertungserlösen verbrieften. Die Genussrechte standen zu einem Buchwert von rund 430 Mio. Euro in der letzten Bilanz.

Aus der Stiftung herauskaufen

Die Trennung der Immobilien von der Stiftung erfolgt, indem nun die Bank Austria die Immobilien Holding aus der Stiftung herauskauft. Über finanzielle Details wurden weiter keine Angaben gemacht. Die Genussrechte an der Immobilien Holding werden an die Stiftung zurückgegeben und in der Folge verfallen. Aufsichtsrat und Wettbewerbsbehörden müssen dem Deal formal noch zustimmen.

In der Holding sind unter anderem der Donauturm, die Beteiligung an der Wien Mitte Immobilien GmbH (u.a. "The Mall"), die Garage am Hof, Shoppingcenter und die BAI Bauträger Austria Immobilien GmbH.

Unabhängig davon ist in der Bank eine andere Immobilienbeteiligungstransaktion im Laufen. Die Bank will ihr Paket an der CA Immo verkaufen, für das es nach APA-Informationen mittlerweile eine zweistellige Zahl von Interessenten aus dem In- und Ausland gibt. Im "Format" wird heute auch wieder der Investor Ronny Pecik genannt. (APA, 25.7.2014)

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