Arizona weist Kritik an Hinrichtung zurück

25. Juli 2014, 11:06
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Strafvollzugsbehörde: Verurteilter hat nicht gelitten - US-Bundesstaat setzt Exekutionen dennoch vorerst aus

Nach der qualvollen Hinrichtung eines Doppelmörders haben die Behörden von Arizona Vorwürfe zurückgewiesen, der Verurteilte habe gelitten. Der Leiter der Strafvollzugsbehörde des US-Bundesstaats, Charles Ryan, sagte am Donnerstag, es gebe bisher "keine medizinischen oder forensischen Beweise", dass die Hinrichtung verpfuscht worden sei.

Eine von Gouverneurin Jan Brewer angeordnete Untersuchung habe ergeben, dass Joseph Wood während der Hinrichtungsprozedur "komatös" gewesen sei und nicht gelitten habe, so Ryan. Der 55-Jährige war am Mittwoch mit einer bisher kaum erprobten Giftmischung hingerichtet worden und rang nach Angaben seines Anwalts und von Augenzeugen nach Verabreichung der Injektion noch fast zwei Stunden mit dem Tod.

Teils wenig erprobte Mittel

In der Regel dauert es zehn Minuten, bis ein Todeskandidat nach der Verabreichung des Giftcocktails stirbt. Die USA haben derzeit Probleme bei der Versorgung mit den für die Giftinjektionen verwendeten Mitteln. Mehrere Bundesstaaten, die noch die Todesstrafe vollstrecken, benutzen deswegen neue, teils wenig erprobte Mittel.

Ryan sagte allerdings auch, dass die Staatsanwaltschaft von Arizona angeordnet habe, alle Exekutionen zunächst auszusetzen, bis Woods Fall vollständig geklärt sei. Zuvor hatte die EU Arizona aufgefordert, in einem ersten Schritt hin zur Abschaffung der Todesstrafe alle Hinrichtungen auszusetzen. (APA/AFP, derStandard.at, 25.7.2014)

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